Föhn

Föhn (1950)

Noch immer kann der alternde Arzt Dr. Johannes Jensen nicht verarbeiten, dass auf einer gemeinsamen Bergtour vor zwanzig Jahren seine Frau bei einem Lawinenabgang den Tod fand. Als ein junges Paar den gleichen Berg besteigen will, befürchtet Jensen, dass sich der Vorfall wiederholen könnte. Er versucht vergeblich, die beiden von ihrem Vorhaben abzubringen. Als sie in Schwierigkeiten geraten, gelingt es Jensen, sie zu retten, wobei er sein eigenes Leben opfert.

Erscheinungsdatum
1950-10-09
TMDB
5.3 / 10 (3)
Laufzeit
1 Std. 26 Min.
Genres
Drama, Abenteuer
Regie
Rolf Hansen

Besetzung

Wissenswertes

Föhn ist ein deutsches Bergfilmdrama aus dem Jahre 1950 mit Hans Albers in der Hauptrolle. Unter der Regie von Rolf Hansen spielen neben Antje Weisgerber, Ellen Widmann und Heinrich Gretler, Adrian Hoven und Liselotte Pulver ein junges Liebespaar. Alternativtitel ist Sturm in der Ostwand.

Produktion

Föhn, bei späteren Aufführungen auch mit dem Titel Sturm in der Ostwand bedacht, ist eine Neuverfilmung von Arnold Fancks und G. W. Pabsts legendärem Bergdrama Die weiße Hölle vom Piz Palü (1929). Die Dreharbeiten fanden von Anfang April bis Juli 1950 in München-Geiselgasteig (Innenaufnahmen) und in der Schweiz am Morteratschgletscher sowie in Pontresina (Außenaufnahmen) statt. Chefkameramann Richard Angst und Co-Produzent Harry R.

Die Produktionsleitung lag in den Händen von Walter Traut. Hans Sohnle und Fritz Lück zeichneten für die Filmbauten verantwortlich. Für die zur Drehzeit 20-jährige Liselotte Pulver, die von Produzent Mainz für diese Rolle verpflichtet worden war, nachdem er sie im Zürcher Schauspielhaus gesehen hatte, bedeutete dieser Film den Start ihrer großen Karriere im Kino der Bundesrepublik Deutschland.

Die Uraufführung fand am 10. Oktober 1950 in der Essener Lichtburg statt. Die Berliner Erstaufführung war am 15. November 1950. Föhn war zugleich der erste deutsche Nachkriegsfilm, von dem auch eine englischsprachige Fassung hergestellt wurde. Maria Schell-Förderer (“Dr. Holl”) Friedrich A. Mainz startete mit Föhn seine beachtliche Produzentenlaufbahn im bundesdeutschen Kino der Adenauer-Ära. Am 16.

Föhn und ein weiterer Albers Film, Vom Teufel gejagt, liefen kurz hintereinander (beide Oktober 1950) an. In beiden Dramen verkörperte Albers Ärzte, und in beiden Filmen überlebte er das Ende nicht. Beiden Filmen war, möglicherweise aufgrund des jeweiligen Filmendes, kein Erfolg beschieden, zumal das Albers-Publikum strahlende Siege ihres Helden aus der Zeit vor 1945 gewohnt war.

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