Sintflut

Sintflut (1974)

Potop

Im Jahr 1655 startet das schwedische Heer eine Invasion Polens und wird dabei von einem Teil des polnischen Adels unterstützt, der König und Vaterland verrät. Zu denjenigen, die sich verzweifelt der Invasion entgegenstellen, zählt der leidenschaftliche Andrzej Kmicic, der auf dem Schlachtfeld bittere Erfahrungen sammeln muss, aber durch seine Liebe zu Olenka und zu seiner Heimat immer wieder neue Kraft gewinnt.

Erscheinungsdatum
1974-09-02
TMDB
7.2 / 10 (91)
Laufzeit
4 Std. 47 Min.
Genres
Historie, Abenteuer, Kriegsfilm, Liebesfilm
Regie
Jerzy Hoffman
Filmreihe
Mit Feuer und Schwert Filmreihe

Besetzung

Wissenswertes

  • Basiert auf: Sintflut
  • Gedreht in: Krakau
  • Auszeichnungen: 0 · Nominierungen: 2

Sintflut ist ein polnischer Historienfilm aus dem Jahr 1974. Regie führte Jerzy Hoffman, der auch am Drehbuch mitwirkte. Es handelte sich um den zweiten Teil einer auf den Romanen Henryk Sienkiewicz’ basierenden Trilogie, die Hoffman 1969 mit Leben, Liebe und Tod des Obersten Wołodyjowski begann und 1999 mit Mit Feuer und Schwert abschloss. Die Handlung ist im Zweiten Nordischen Krieg angesiedelt, der in Polen unter der im Filmtitel aufgegriffenen Bezeichnung Schwedische Sintflut bekannt ist. Es handelt sich um einen der bedeutendsten und erfolgreichsten polnischen Filme.

Hintergrund

Hoffmans Film Sintflut war die dritte Verfilmung des Romans von Sienkiewicz nach zwei Stummfilmen aus den Jahren 1912 und 1915. Der Regisseur arbeitete gemeinsam mit Adam Kersten und Wojciech Żukrowski am Drehbuch, zu dem auch Historiker herangezogen wurden. Die Dreharbeiten fanden zum Großteil in der Sowjetunion statt: Viele Kulissen wurden in der Region rund um Minsk errichtet, die Schlachtenszenen wurden im Dnepr-Becken nahe Kiew gedreht.

Die Produktion von Sintflut war mit 105 Millionen Złoty die teuerste in der Geschichte des polnischen Films. Es handelte sich um den einzigen Film, den die Gesellschaft Zespoły Filmowe produzierte. Der fünf Stunden lange Film hatte am 2. September 1974 Premiere in Polen und entwickelte sich zu einem großen Publikumserfolg. Mit 25 Millionen verkauften Tickets handelt es sich um den dritterfolgreichsten polnischen Film.

Nachdem Hoffman 1999 mit Mit Feuer und Schwert die Sienkiewicz-Trilogie abgeschlossen hatte, nahm er sich einige Jahre später wieder des Films Sintflut an. Das Polnische Filminstitut förderte die Digitalisierung und Restaurierung des Films. Zusammen mit dem Filmeditor Marcin Bastkowski schuf Hoffman dann eine deutlich kürzere Fassung, um den Film einer neuen Generation von Kinobesuchern zugänglich zu machen.

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