Coming Out (1989)
Der junge Lehrer Philipp lernt seine Kollegin Tanja nach einem Unfall im Treppenhaus der Schule näher kennen, und die beiden beginnen eine Beziehung. Ein alter Freund Tanjas, Jakob, den sie Redford nennt, entpuppt sich als Jugendliebe Philipps. Philipps Eltern hatten die Beziehung beendet, indem sie Jakob einen Zirkelkasten und ein Fahrrad als Entschädigung schenkten. Durch die Wiederbegegnung gerät Philipp in eine Krise, flüchtet in eine Schwulenbar, aus der er schließlich volltrunken von zwei Barbesuchern nach Hause gebracht wird. Einen dieser für ihn anfangs anonymen Helfer, den jungen Matthias, trifft er bald danach vor dem Schauspielhaus wieder und beginnt eine Beziehung mit diesem.Philipp muss sich mit seiner eigenen sexuellen Orientierung auseinandersetzen, hat aber nicht die Kraft hierzu.
- Erscheinungsdatum
- 1989-11-09
- TMDB
- 6.6 / 10 (49)
- Laufzeit
- 1 Std. 53 Min.
- Genres
- Drama, Liebesfilm
- Regie
- Heiner Carow
Besetzung
- Matthias Freihof — Philipp Klarmann
- Dagmar Manzel — Tanja
- Dirk Kummer — Matthias
- Michael Gwisdek — Achim
- Werner Dissel — Älterer Homosexueller Walter
- Gudrun Ritter — Frau Möllemann / Serviererin
- Walfriede Schmitt — Philipps Mutter Frau Klarmann
- Axel Wandtke — Jakob
- Pierre Sanoussi-Bliss — Araber
- René Schmidt — Junger Mann im Park
- Thomas Gumpert — Larry
- Ursula Staack — Üppige
Wissenswertes
- Gedreht in: Berlin
- Auszeichnungen: 2 · Nominierungen: 0. Darunter: Silberner Bär; Teddy Award
Coming Out ist ein von der DEFA produzierter Spielfilm aus der DDR von 1989 mit zentral homosexueller Thematik.
Hintergrund
Die durch das DEFA-Studio für Spielfilme (Potsdam-Babelsberg), Künstlerische Arbeitsgruppe „Babelsberg“ hergestellte Produktion war der einzige DDR-Film mit zentral homosexueller Thematik.
Coming Out konnte dank des Einsatzes von Heiner Carow, der sich in der DEFA sieben Jahre lang um die Durchsetzung des Projekts bemüht hatte, entstehen.
Der Film wurde am 9. November 1989 im Ost-Berliner Kino International in einer Doppelvorstellung uraufgeführt. Unmittelbar nach den beiden Vorführungen um 19:30 Uhr und 22:00 Uhr wurde das Premierenpublikum Zeuge des Mauerfalls. Die Premierenfeier fand in der Ost-Berliner Gaststätte Zum Burgfrieden statt, einem der Drehorte in unmittelbarer Nähe der Bornholmer Straße gelegen, wo an diesem Abend ein erster Grenzübergang geöffnet wurde.
Im Film sind Ost-Berliner Skinheads zu sehen, die in der S-Bahn ausländerfeindlich agieren. Die Existenz von Skinheads in der DDR oder Ost-Berlin wurde offiziell immer geleugnet.
Gudrun Ritter ist in einer Doppelrolle zu sehen. Zum einen als Philipps fürsorgliche Kollegin und zum anderen als gestresste Restaurant-Bedienung.
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