Onkel Boonmee erinnert sich an seine früheren Leben (2010)
ลุงบุญมีระลึกชาติ
Onkel Boonmee holt seine Verwandten und Freunde zu sich auf sein Landgut im Norden Thailands. Er will Abschied von ihnen nehmen, da er bald an einem Nierenleiden sterben wird. In seinen letzten Stunden gesellen sich zu den Lebenden auch die Geister seines jetzigen Lebens und seiner früheren Leben. Dann bricht die Gruppe in den Dschungel auf, um einen Sterbeplatz für Boonmee zu finden.
- Erscheinungsdatum
- 2010-06-25
- TMDB
- 6.6 / 10 (446)
- Laufzeit
- 1 Std. 54 Min.
- Genres
- Drama, Fantasy
- Regie
- Apichatpong Weerasethakul
Besetzung
- Thanapat Saisaymar — Boonmee
- Jenjira Pongpas — Jen
- Sakda Kaewbuadee — Tong
- Natthakarn Aphaiwonk — Huay
- Geerasak Kulhong — Boonsong
- Wallapa Mongkolprasert — Princess
- Kanokporn Tongaram — Roong
- Samud Kugasang — Jaai
- Sumit Suebsee — Soldier
- Mathieu Ly — Farmer
- Vien Pimdee — Farmer
- Akachai Aodvieng
Wissenswertes
- Einspielergebnis: 1,2 Mio. $
- Auszeichnungen: 1 · Nominierungen: 1. Darunter: Goldene Palme
Uncle Boonmee erinnert sich an seine früheren Leben ist ein Spielfilm des thailändischen Regisseurs Apichatpong Weerasethakul aus dem Jahr 2010. Der Fantasyfilm hat die Seelenwanderung zum Thema und erzählt von einem Mann, der sich zum Sterben in einem Haus am Rande eines Waldes niederlässt, wo er Besuch von den Geistern seiner verstorbenen Verwandten erhält. Es handelt sich um den letzten Teil des „Primitive Project“, aus dem der Kurzfilm A Letter to Uncle Boonmee, mehrere Installationen und eine Fotosammlung hervorgingen.
Entstehungsgeschichte
Uncle Boonmee erinnert sich an seine früheren Leben ist der vierte Spielfilm von Apitchatpong Weerasethakul und entstand wie die übrigen Werke des Regisseurs im Nordosten Thailands, wo er auch lebt. Die Dreharbeiten fanden vom Oktober 2009 bis Februar 2010 statt. Aus Kostengründen und um einen klassischen Stil beizubehalten, wurde 16-mm-Film verwendet.
Zum Film wurde Apitchatpong Weerasethakul laut eigenen Angaben vor mehreren Jahren durch das Zusammentreffen mit einem Abt eines Klosters inspiriert. Dieser erzählte Apichatpong Weerasethakul von einem alten Mann namens Boonmee, der zum Tempel gekommen war, um unter anderem mehr über Meditation zu erfahren.
Als Apichatpong Weerasethakul das Buch entdeckte, war Boonmee schon mehrere Jahre tot. Er fügte der Geschichte autobiografische Elemente hinzu (sein eigener Vater starb an Nierenversagen) und ließ die Titelfigur in den Hintergrund treten, um mehr Raum für seine Stammschauspieler, ausschließlich Laiendarsteller, zu gewinnen. Der Film handle nicht von Boonmee, sondern von der Idee der Reinkarnation. „Für mich ist Boonmee anonym.
Zwar geht der Film auf Boonmees frühere Leben ein, gibt aber keine Erklärungsversuche ab oder stellt explizit dar, was sie waren. Apichatpong Weerasethakul wollte damit die Vorstellung des Publikums respektieren. Er warf aber ein, dass die Titelfigur jedes im Film auftauchende Lebewesen sein könnte. „Für mich ist das (die Reinkarnation) nicht unbedingt etwas, an das ich felsenfest glauben muss. Aber ich denke, es ist möglich.
Uncle Boonmee erinnert sich an seine früheren Leben ist ein Teil des Primitive Project, das im Nordosten Thailands (Isan) stattfindet. Apichatpong Weerasethakul arbeitete mit Jugendlichen des Dorfes Nabua, woraufhin die Videoinstallationen Primitive, Phantoms of Nabua und der Kurzfilm A Letter to Uncle Boonmee entstanden, der 2009 auf den Internationalen Kurzfilmtagen in Oberhausen uraufgeführt und preisgekrönt wurde.
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