Artemisia (1997)
Lern- und Studienjahre der Malerin Artemisia Gentileschi (1593-1653), die sich als eine der wenigen Frauen ihrer Epoche in der Kunst etablieren konnte und Gemälde schuf, die wegen ihrer naturalistischen Darstellung von Gewalt bekannt sind. Im Mittelpunkt steht ein Vergewaltigungsprozeß, der von ihrem Vater gegen ihren Lehrmeister und Liebhaber, den Florentiner Landschaftsmaler Agostino Tassi, angestrebt wurde. In stilvoll-schönen Bildern, die nie ins Geschmäcklerische abgleiten, entwickelt sich eine Biografie, die auch nach künstlerischen Konzepten, die Welt zu betrachten, fragt.
- Erscheinungsdatum
- 1997-09-10
- TMDB
- 6.1 / 10 (47)
- Laufzeit
- 1 Std. 42 Min.
- Genres
- Drama, Historie
- Regie
- Agnès Merlet
Besetzung
- Valentina Cervi — Artemisia Gentileschi
- Michel Serrault — Orazio Gentileschi
- Мики Манојловић — Agostino Tassi
- Luca Zingaretti — Cosimo Quorli
- Emmanuelle Devos — Costanza
- Frédéric Pierrot — Roberto
- Maurice Garrel — il giudice
- Brigitte Catillon — Tuzia
- Yann Trégouët — Fulvio
- Jacques Nolot — l'avvocato
- Silvia De Santis — Marisa
- Renato Carpentieri — Nicolo
Wissenswertes
Artemisia, auch bekannt als Artemisia – Schule der Sinnlichkeit, ist ein Historienfilm von Agnès Merlet aus dem Jahr 1997, der als Koproduktion von Frankreich, Italien und Deutschland entstand. Die Filmbiografie zeichnet das Leben und Wirken der italienischen Malerin Artemisia Gentileschi (1593–1653) nach.
Hintergrund
Die Dreharbeiten fanden in den Cinecittà-Filmstudios in Rom sowie in der Toskana statt, so etwa im dort gelegenen Parco Regionale della Maremma. Für das Szenenbild war Emita Frigato zuständig, die Kostüme entwarf Dominique Borg.
Artemisia wurde am 10. September 1997 in Frankreich uraufgeführt und auf dem Toronto International Film Festival vorgestellt. Es folgten weitere Vorführungen auf Filmfestivals, darunter auch das Chicago International Film Festival im Oktober 1997. Am 28. Mai 1998 kam der Film in die deutschen Kinos. Im Jahr 2021 wurde er in Deutschland mit einer Altersfreigabe ab 16 Jahren erstmals auf DVD veröffentlicht.
Der Film über die erste Frau, die 1616 offiziell an der Accademia delle Arti del Disegno in Florenz aufgenommen wurde, löste im Zuge seiner Veröffentlichung eine Kontroverse aus. Der Regisseurin Agnès Merlet wurde von Kunsthistorikern wie Mary D. Garrard vorgeworfen, den Film zu sehr auf erotische Aspekte reduziert und historische Tatsachen verfälscht wiedergegeben zu haben.
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