Raving Iran

Raving Iran (2016)

Anooshs und Arashs Leidenschaft ist Deep House. Sie sind die Helden von Teherans Underground Technoszene. Die Musik erlaubt ihnen, ihrer Frustration über das repressive System Ausdruck zu verleihen und ist ein persönlicher Akt der Rebellion in einem Land, in dem bereits der Konsum westlicher Musik zu Gefängnis und hohen Strafen führen kann. Die beiden Musiker organisieren ihre illegalen Raves in Teheran unter strengster Geheimhaltung. Denn bereits der kleinste Fehltritt könnte sich als fatal herausstellen.

Erscheinungsdatum
2016-08-07
TMDB
6.6 / 10 (17)
Laufzeit
1 Std. 24 Min.
Genres
Dokumentarfilm
Regie
Susanne Regina Meures

Besetzung

Wissenswertes

Raving Iran ist ein Dokumentarfilm der deutschen Filmemacherin Susanne Regina Meures aus dem Jahr 2016. Sie begleitet zwei iranische Techno-DJs in ihrem Alltag in Teheran, der Hauptstadt des Iran, und bei einer Reise zum Lethargy Festival in Zürich. Die internationale Premiere fand im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele Berlin 2017 in der Sektion Perspektive Deutsches Kino statt.

Entstehungsgeschichte

Für die in Mönchengladbach geborene Regisseurin Meures, die an der Zürcher Hochschule der Künste Film studiert und für mehrere Printmedien gearbeitet hatte (unter anderem als Bildredakteurin der NZZ), war Raving Iran der erste Langfilm. Zuvor hatte sie einige kurze Dokumentationen für TV-Sender gedreht.

Die Dreharbeiten gestalteten sich schwierig. Eine Drehgenehmigung seitens der iranischen Regierung gab es nicht. Ausrüstung konnte nicht offiziell ins Land gebracht werden, bei einem Schmuggelversuch wurden Geräte konfisziert. Zu einem großen Teil war Meures auf veraltete Ausrüstung angewiesen, die sie im Land erwerben konnte.

Raving Iran wurde auf mehreren Filmfestivals gezeigt, so auf dem Visions du Réel, auf dem er am 16. April 2016 Premiere hatte und den mit 10.000 CHF dotierten Preis für den „innovativsten Schweizer Film“ gewann, auf dem Hot Docs Festival in Toronto, dem Filmfestival in Locarno, dem DOK.fest, und dem Krakowski Festiwal Filmowy.

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