Bergfried

Bergfried (2016)

Den Italiener Salvatore verschlägt es in den 1980er Jahren in ein kleines Dorf in den Alpen. Den Dorfbewohnern erzählt Salvatore, dass er zwei Wochen Urlaub macht. Während dieser Zeit freundet er sich mit der Witwe Frieda an, die immer noch um ihren Mann trauert, der nie aus dem Krieg zurückgekehrt ist. Auch der 40-jährigen Romy spendet Salvatore Trost, denn ihr Mann ist alkoholabhängig und sitzt im Rollstuhl. Mit Erna geht er sogar eine Beziehung ein. Die Krankenschwester lebt gezwungenermaßen bei ihrem Vater Stockinger der sich zwar gut um ihren Sohn kümmert, selbst aber verbittert geworden ist. Was Erna nicht ahnt, Salvatore hat ein dunkles Geheimnis: Er weiß, dass der Mörder seiner ganzen Familie sich in dem kleinen Dorf niedergelassen hat, und sinnt auf Rache..

Erscheinungsdatum
2016-09-21
TMDB
4.3 / 10 (3)
Laufzeit
1 Std. 30 Min.
Genres
TV-Film, Drama
Regie
Jo Baier

Besetzung

Wissenswertes

Bergfried ist eine österreichisch-deutsche Koproduktion aus dem Jahr 2016. Der unter der Regie von Jo Baier entstandene Fernsehfilm wurde am 21. September 2016 im ORF und im Ersten erstmals ausgestrahlt. Die Premiere erfolgte am 24. August 2016 zur Eröffnung des Heimatfilmfestivals in Freistadt, Oberösterreich. Den historischen Hintergrund des Filmes bildet das Massaker von Sant’Anna di Stazzema am 12. August 1944.

Produktion und Hintergrund

Die Dreharbeiten fanden von 1. September bis 5. Oktober 2015 in der Steiermark statt. Drehorte waren unter anderem Pürgg, Tipschern in Mitterberg-Sankt Martin, Bad Mitterndorf und Rottenmann, in Rottenmann wurde auf dem Gelände des Landeskrankenhauses gedreht.

Die Filmmusik wurde im Dezember 2015 in Darmstadt aufgenommen. Um die bedrohliche Grundstimmung des Films auch musikalisch zum Ausdruck zu bringen, hat Komponist Sebastian Fitz bei den Hauptmotiven bewusst die dunklere Klangfarbe der Bratsche der einer Violine vorgezogen und die Komposition auf einem Klavier statt eines Flügels umsetzen lassen.

In Sant’Anna di Stazzema, in der Nähe der italienischen Stadt Lucca, verübten im Sommer 1944 Truppen der Waffen-SS auf dem Rückzug ein Massaker an italienischen Zivilisten, Frauen, Kindern und älteren Männern. Am 12. August 1944 wurden mehrere hundert Zivilisten umgebracht.

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