Die Wunde

Die Wunde (2017)

Inxeba

Xolani ist ein vereinsamter Fabrikarbeiter. Einmal pro Jahr reist er in die Berge, um ein Initiationsritual mit jungen Männern durchzuführen. Einer dieser Männer ist der homosexuelle Kwanda aus Johannesburg. Dessen Vater bittet Xolani, mit seinem Sohn besonders streng zu sein. Seine Mutter habe ihn zu sehr verwöhnt. Als Erstes werden die jungen Männer in der Gruppe beschnitten. Das Ritual ist unzimperlich – schliesslich sollen die Jugendlichen nun zu Männern werden und den Schmerz wie solche ertragen.

Erscheinungsdatum
2017-04-19
TMDB
6.3 / 10 (65)
Laufzeit
1 Std. 28 Min.
Genres
Drama
Regie
John Trengove

Besetzung

Wissenswertes

  • Auszeichnungen: 0 · Nominierungen: 1

Die Wunde ist ein südafrikanisches Filmdrama von John Trengove, das am 22. Januar 2017 im Rahmen des World Cinema Dramatic Competition des Sundance Film Festivals seine Weltpremiere feierte. Am 9. Februar 2017 eröffnete der Film das Panorama-Hauptprogramm der 67. Berlinale, die im Fokus Ermächtigung der schwarzen Geschichte stand.

Hintergrund

Ukwaluka ist ein altes Beschneidungsritual, das der Initiation junger Männer dient und in Südafrika noch immer von den Angehörigen der Xhosa praktiziert wird. Dabei werden Jungen im Alter von 16 bis 23 Jahren auf einem Berg beschnitten, was neben der Mannwerdung auch den Übergang in das Erwachsenenalter markiert. Zudem glaubt man, dass durch dieses Ritual zudem eine Heilung stattfindet, so von homosexuellen Gedanken.

Dadurch, dass es sich bei einer Beschneidung um ein delikates Thema handelt, werden Details über die Zeremonie geheim gehalten und tabuisiert. Ein weiteres Tabu ist das Thema Homosexualität. In großen Teilen Afrikas kommt es zu Gewalttaten gegenüber Homosexuellen, und in Ländern wie Uganda und Simbabwe droht ihnen mitunter die Todesstrafe.

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