Sehnsucht (1954)
Senso
Ort der Handlung ist das von den Österreichern besetzte Venedig. Die verheiratete Contessa Livia Serpieri verliebt sich in den österreichischen Offizier Franz Mahler. Als Franz Livia nach Hause begleitet, gestehen sie sich gegenseitig ihre Liebe und treffen sich von nun an heimlich in einer Pension. Livia verfällt ihrem wesentlich jüngeren Geliebten, der es jedoch nur auf ihr Geld abgesehen hat. Als Franz eines Tages nicht zu ihrem Treffen erscheint, wird Livia schmerzlich bewusst, dass sie betrogen wird. Als der Krieg ausbricht, ziehen sich die Serpieris auf ihr Landgut in Aldeno (Nähe Verona) zurück.
- Erscheinungsdatum
- 1954-03-25
- TMDB
- 7.2 / 10 (260)
- Laufzeit
- 1 Std. 57 Min.
- Genres
- Liebesfilm, Drama, Kriegsfilm
- Regie
- Luchino Visconti
Besetzung
- Farley Granger — Il Tenente Franz Mahler
- Alida Valli — La Contessa Livia Serpieri
- Massimo Girotti — Il Marchese Roberto Ussoni
- Heinz Moog — Il Conte Serpieri
- Rina Morelli — Laura, la Governante
- Christian Marquand — Un Ufficiale Boemo
- Sergio Fantoni — Luca
- Tino Bianchi — Il Capitano Meucci
- Ernst Nadherny — Il Comandante della Piazza di Verona
- Tonio Selwart — Il Colonello Kleist
- Marcella Mariani — Clara, la Prostituta
- Franco Arcalli — Un Soldato (uncredited)
Wissenswertes
- Gedreht in: Venedig
Sehnsucht ist ein Film von Luchino Visconti nach dem Roman Senso. Das geheime Tagebuch der Contessa Livia von Camillo Boito (1836–1914). Der Film spielt im Jahre 1866 zur Zeit des Risorgimentos. Es war sein erster Farbfilm.
Hintergrund
Camillo Boitos Roman Senso war im Jahr 1883 in Mailand erschienen. Der Roman ist als fiktives Tagebuch ganz aus der Perspektive der Gräfin geschrieben, auch deshalb wurden für die Verfilmung viele Teile des Romans verändert und neue Figuren wie die des rebellischen Cousins Roberto eingeführt.
Die Idee zu der Verfilmung hatte Riccardo Gualino (1879–1964), ein bekannter Industrieller und Kunstmäzen aus Turin, der den Großteil des Filmbudgets zur Verfügung stellte. Gualino trug sich schon länger mit der Idee, Visconti irgendeinen Film drehen zu lassen, der „spektakulär, aber von hohem künstlerischen Niveau“ sein sollte.
Es war Viscontis erster Farbfilm, der auf 35 mm in Technicolor gedreht wurde. Für Visconti, der zuvor als Vertreter des italienischen Neorealismus eher in der Gegenwart der Arbeiterklasse spielende Schwarzweißfilme inszeniert hatte, markiere Senso einen Stilwechsel und Wendepunkt seiner Karriere.
Während der Dreharbeiten starb der Kameramann G. R. Aldo bei einem Autounfall, so dass Robert Krasker übernehmen musste.
Franco Zeffirelli und Francesco Rosi, die in ihrem späteren Leben selbst berühmte Regisseure wurden, fungierten als Regieassistenten von Visconti.
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