Die Spur (2017)
Pokot
Janina Duszejko ist eine Englischlehrerin in einem kleinen Dorf auf einem windigen Hochplateau. Zwei Dinge haben in ihrem Leben eine besondere Bedeutung: Astrologie und Tiere. Sie denkt viel nach, liest Gedichte von William Blake und philosophiert über die Bedeutung von Sternen. Außerdem erzählt sie überall im Dorf Geschichten von den Verbrechen, welche die Menschen an den Tieren begehen. Als in ihrem Umfeld eine Leiche nach der anderen gefunden wird, stellt sie Nachforschungen an, legt sich dabei mit Polizei und Kirche an und steckt schon bald in großer Gefahr.
- Erscheinungsdatum
- 2017-02-24
- TMDB
- 6.1 / 10 (192)
- Laufzeit
- 2 Std. 8 Min.
- Genres
- Krimi, Mystery, Thriller
- Regie
- Agnieszka Holland, Kasia Adamik
Besetzung
- Agnieszka Mandat — Janina Duszejko
- Wiktor Zborowski — Matoga
- Jakub Gierszał — Dyzio
- Patrycja Volny — Dobra Nowina
- Miroslav Krobot — Boros
- Borys Szyc — Wnetrzak
- Andrzej Grabowski — Prezes Mayor Wolsky
- Andrzej Konopka — Komendant
- Tomasz Kot — Prokurator Świerszczyński
- Marcin Bosak — Ksiądz Szelest
- Katarzyna Herman — Żona Prezesa
- Sebastian Pawlak — Listonosz
Wissenswertes
- Basiert auf: Der Gesang der Fledermäuse
- Gedreht in: Woiwodschaft Niederschlesien
- Auszeichnungen: 2 · Nominierungen: 1. Darunter: Silberner Bär – Preis der Jury; Europäischer Filmpreis/Bestes Kostümbild
Die Spur ist ein Ökothriller von Agnieszka Holland, der am 12. Februar 2017 im Wettbewerb der Berlinale seine Premiere feierte. Die Verfilmung des Romans Der Gesang der Fledermäuse von Olga Tokarczuk gewann dort den Alfred-Bauer-Preis als ein Spielfilm, der neue Perspektiven der Filmkunst eröffnet. Pokot wurde von Polen für die Oscarverleihung 2018 in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film nominiert. Am 4. Januar 2018 kam der Film in die deutschen Kinos.
Produktion
Es handelt sich bei dem Film um eine europäische Kooperation. Die Oscar-nominierte Agnieszka Holland führte bei der Verfilmung des Romans Der Gesang der Fledermäuse der Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk Regie. Gemeinsam mit Tokarczuk adaptierte Holland den Roman für den Film.
In einem dpa-Interview anlässlich der Premiere ihres Films im Wettbewerb der Berlinale 2017 sagte Holland: „In Polen – aber nicht nur – werden Frauen in einem gewissen Alter unsichtbar, nichtexistent und als geradezu störend empfunden. Wenn eine Frau ihre sexuelle Attraktivität verliert, wird sie zu einem Niemand. Die Menschen schauen sie an, aber sehen sie nicht.
Das Gedicht The Mental Traveler von William Blake nimmt eine symbolische Rolle in der Handlung ein. Bereits Olga Tokarczuk nutzte den englischen Mystiker in ihrer Romanvorlage, um scharfe Zivilisationskritik zu üben. In dem Gedicht kommen auch die von Janina Duszejko bewunderten Sterne vor. Darin heißt es: „The stars sun moon all shrink away / A desart vast without a bound / And nothing left to eat or drink / And a dark desart all around.“
Agnieszka Mandat übernahm die Rolle der Einsiedlerin und Englischlehrerin Janina Duszejko. Jakub Gierszał spielt ihren ehemaligen Schüler Dyzio, Wiktor Zborowski ihren Nachbarn Matoga, Miroslav Krobot den tschechischen Insektenkundler Boros, und Patrycja Volny die junge Dobra Nowina.
Der Film feierte am 12. Februar 2017 im Rahmen der Filmfestspiele Berlin seine Premiere, wo er im Wettbewerb um den Goldenen Bären gezeigt wurde. Am 4. Januar 2018 kam der Film in die deutschen Kinos. In den USA wurde der Film am 22. Januar 2021 als Video-on-Demand veröffentlicht.
Auf Wikipedia weiterlesen · Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0. Daten aus Wikidata.
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