Das Höllentor

Das Höllentor (1953)

地獄門

Japan, 1159. Moritō, ein tapferer Samurai, vollbringt eine Heldentat, als er die schöne Kesa während eines gewaltsamen Aufstands rettet. Moritō verliebt sich in sie, ist jedoch tief bestürzt, als er erfährt, dass sie verheiratet ist.

Erscheinungsdatum
1953-10-30
TMDB
7.1 / 10 (102)
Laufzeit
1 Std. 29 Min.
Genres
Drama, Historie, Liebesfilm
Regie
衣笠貞之助

Besetzung

Wissenswertes

  • Budget: 41,5 Mio. ¥
  • Auszeichnungen: 3 · Nominierungen: 1. Darunter: Goldener Leopard; Oscar für das beste Kostümdesign (Farbe); Ehrenoscar

Das Höllentor ist ein Spielfilm des japanischen Regisseurs Teinosuke Kinugasa aus dem Jahr 1953. Das Historiendrama basiert auf einem in der Heian-Zeit angesiedelten Theaterstück des zeitgenössischen Autors Kan Kikuchi. Erzählt wird von einem seiner Leidenschaft unterliegenden Samurai-Krieger, der mit allen Mitteln um die Gunst einer verheirateten Frau buhlt. Das Höllentor wurde von dem japanischen Filmstudio Daiei produziert.

Entstehungsgeschichte

Anfang der 1950er Jahre setzte Masaichi Nagata, Präsident des japanischen Filmstudios Daiei, alles daran, den Erfolg von Rashomon – Das Lustwäldchen (1950) im Ausland zu wiederholen. Nagata trat als prominenter Befürworter für eine Internationalisierung des japanischen Kinos und für technologischen Fortschritt ein. Seiner Meinung nach bedingten sich diese beiden Faktoren gegenseitig.

Nach der Veröffentlichung des ersten japanischen Spielfilms in Farbe, Carmen kehrt heim (カルメン故郷に帰る, karumen kokyo ni kaeru, 1951) von Keisuke Kinoshita, experimentierten Nagata und sein technischer Berater Michio Midorikawa mit dem von Shōchiku verwendeten Fuji-Farbfilm. Das heimische Material galt jedoch als eher glanzlos und mangelhaft bei der Darstellung von Rottönen.

Wie Rashomon basiert Das Höllentor auf einem in der Heian-Zeit angesiedelten Theaterstück, das jedoch vom zeitgenössischen Autor Kan Kikuchi (1888–1948) verfasst wurde. Nagata sollte später Kritik dafür ernten, dass sowohl Das Höllentor als auch weitere Filme wie Ugetsu – Erzählungen unter dem Regenmond (1953) speziell für den Export ins Ausland gefertigt wurden.

Der Film wurde von Juli bis September 1953 abgedreht. Wie auch in Rashomon oder Ugetsu wurde die weibliche Hauptrolle von Machiko Kyō interpretiert.

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