Orpheus (1950)
Orphée
Im Café des Poètes in Paris bricht ein Streit zwischen dem Dichter Orpheus und einer Gruppe neidischer Emporkömmlinge aus. Ein rivalisierender Dichter, Cègeste, wird getötet, und eine geheimnisvolle Prinzessin besteht darauf, Orpheus und die Leiche in ihrem Rolls-Royce fortzubringen. Orpheus findet sich bald in der Unterwelt wieder, wo die Prinzessin verkündet, dass sie in Wahrheit der Tod ist. Orpheus entkommt im Wagen zurück ins Reich der Lebenden und ist fortan wie besessen vom Autoradio.
- Erscheinungsdatum
- 1950-09-29
- TMDB
- 7.7 / 10 (311)
- Laufzeit
- 1 Std. 35 Min.
- Genres
- Liebesfilm, Fantasy, Drama
- Regie
- Jean Cocteau
- Filmreihe
- Orpheus-Trilogie Filmreihe
Besetzung
- Jean Marais — Orphée
- François Périer — Heurtebise
- María Casares — Death
- Marie Déa — Eurydice
- Henri Crémieux — Editor
- Juliette Gréco — Aglaonice
- Roger Blin — The Poet
- Édouard Dermithe — Jacques Cégeste
- André Carnège — Judge
- René Worms — Judge
- Raymond Faure — Journalist
- Pierre Bertin — Commissioner
Wissenswertes
- Gedreht in: Paris
Orpheus ist ein 1949 gedrehter französischer Kinofilm von Jean Cocteau, der auf der antiken Sage von Orpheus und Eurydike basiert.
Produktionsnotizen
Orpheus wurde vom 12. September bis zum 16. November 1949 gedreht. Seine Uraufführung erfolgte am 1. März 1950 im Rahmen der Filmfestspiele von Cannes. Landesweit lief der Film am 29. September 1950 an. In Deutschland wurde der Film am 11. Oktober 1950 erstaufgeführt, in Österreich am 12. Januar 1951.
Orpheus ist eine Überarbeitung des von Cocteau 1925 verfassten, gleichnamigen Einakters. Er gilt als Mittelteil einer Cocteau-Trilogie. Die anderen beiden Filme sind Das Blut des Dichters (Le sang d‘un poète) aus dem Jahre 1930 und die von der Kritik weit weniger euphorisch aufgenommene Orpheus-Fortsetzung „Das Testament des Orpheus“ (Le Testament d‘Orphée). Diese 1959 entstandene Inszenierung sollte zugleich Cocteaus letzter Kinofilm werden.
Die junge Chansonette Juliette Gréco ist hier in ihrer ersten wichtigen Filmrolle zu sehen. Sie spielt die an die mythologische Figur der Aglaonike angelehnte Anführerin einer als von Cocteau betont feministisch konzipierten Truppe von Bacchantinnen.
Die Filmbauten stammen von Jean d’Eaubonne, die Kostüme von Marcel Escoffier.
Orpheus wurde bei den Filmfestspielen von Venedig mit dem Großen Preis ausgezeichnet.
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