Ödipussi

Ödipussi (1988)

Der ewige Mamabub Paul Winkelmann lernt auf seine alten Tage noch seine Traumfrau kennen. Die Diplompsychologin Margarethe beschert dem verklemmt-tolpatschigen 56jährigen einen zweiten Frühling. Frau Mutter gefällt das plötzliche Interesse des Sohnes für die Frauen weniger. Schon gar, als "Pussi" seine Margarethe tollkühn zur Dienstreise nach Italien einlädt. Die anschließende Familienzusammenführung am Kaffeetisch gerät zum Small-Talk-Fiasko. Trotzdem finden die alternden Turteltäubchen zueinander.

Erscheinungsdatum
1988-03-10
TMDB
7.0 / 10 (125)
Laufzeit
1 Std. 28 Min.
Genres
Komödie
Regie
Loriot

Besetzung

Wissenswertes

  • Gedreht in: Villa Schwerdtfeger, Bahnhof Milano Centrale und Hotel Colombia Excelsior

Ödipussi ist eine deutsche Filmkomödie aus dem Jahr 1988 von und mit Loriot. Sie war die erste, in denen er die Hauptrolle spielte, Regie führte und das Drehbuch schrieb. Der Titel ist ein Wortspiel mit dem von Freud beschriebenen Ödipuskomplex und dem Kosenamen „Pussi“, den der Protagonist von seiner Mutter im Spielfilm erhält. Die oft vermutete Anspielung auf den Titel des James-Bond-Films Octopussy wurde von Loriot verneint.

Produktion

Ödipussi wurde zwischen dem 14. September und dem 20. November 1987 gedreht. Hauptdrehort war West-Berlin. So handelt es sich bei der Villa, die als Wohnhaus der Winkelmanns fungierte, um die Villa Schwerdtfeger in der Ringstraße 28 in Berlin-Lichterfelde. Weitere Drehorte waren Mailand, das Hotel Columbia in Genua (in Betrieb von 1929 bis 1989, heute Universitätsbibliothek der Universität Genua), S.

Bei der Revue-Nummer Meine Schwester heißt Polyester handelt es sich um eine mit neuem deutschem Text versehene Fassung des Henry-Mancini-Titels Le Jazz Hot vom Soundtrack zu der Blake-Edwards-Komödie Victor/Victoria aus dem Jahr 1982.

Die am Klavier von Herrn Weber begleitete Gesangseinlage von Louise Winkelmann besteht aus dem Lied Juchhe! von Johannes Brahms (Opus 6 Nr. 4, aus den Sechs Gesängen für eine Sopran- oder Tenorstimme, Text nach dem gleichnamigen Gedicht von Robert Reinick).

Beim roten Auto, welches im Film öfter auftaucht, handelt es sich um einen Nissan Sunny N13 4-Türer (Vorfacelift) mit Dachgepäckträger und Zubehör-Alufelgen.

Premiere hatte der Film am 9. März 1988 um 17 Uhr im Kosmos-Kino in Ost-Berlin und um 20 Uhr im Gloria-Palast in West-Berlin. Bei beiden Veranstaltungen war Loriot zugegen. Seine Bücher waren in der DDR gedruckt worden und er, der aus Brandenburg an der Havel stammte, hatte mit Hamann in Ostdeutschland eine Reihe von Lesungen gehalten.

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