Corpus Christi

Corpus Christi (2019)

Boże Ciało

Ein junger Mann wird nach einem Gefängnisaufenthalt von der Bevölkerung eines kleinen Dorfes für einen Priester gehalten und sorgt mit seinen unorthodoxen Methoden für Aufsehen.

Erscheinungsdatum
2019-09-10
TMDB
7.6 / 10 (631)
Laufzeit
1 Std. 56 Min.
Genres
Drama
Regie
Jan Komasa

Besetzung

Wissenswertes

  • Auszeichnungen: 0 · Nominierungen: 7

Corpus Christi ist ein Filmdrama von Jan Komasa, das am 2. September 2019 im Rahmen der Filmfestspiele von Venedig seine Weltpremiere feierte und am 11. Oktober 2019 in die polnischen Kinos kam. Der Film basiert frei auf der wahren Geschichte eines jungen Ex-Häftlings, der sich monatelang erfolgreich als Priester ausgab. Im Rahmen der Verleihung des Polnischen Filmpreises 2020 erhielt Corpus Christi elf von 15 möglichen Auszeichnungen.

Produktion

Corpus Christi geht auf wahre Begebenheiten zurück. Im Jahr 2011 hatte die Geschichte von den Machenschaften Patryk Błędowskis in Polen für Schlagzeilen gesorgt: Der damals 19 Jahre junge Mann gab drei Monate lang vor, Priester zu sein, und hielt Messen. Im Jahr 2014 erzählte Mateusz Pacewicz, der Drehbuchautor des Films, diese Geschichte im „Duży Format“, einer Beilage der polnischen Tageszeitung Gazeta Wyborcza.

Regie führte Jan Komasa. Er baut den Film auf den wahren Ereignissen der Geschichte rund um den falschen Priester auf und reichert diese mit fiktiven Elementen an. Beispielsweise haben die Geschehnisse in der Jugendstrafanstalt und die Tragödie, die das Dorf heimgesucht hat, nicht stattgefunden. Über die Geschichte dieses jungen Mannes, der aus einer Jugendhaftanstalt entlassen worden war und sich in der Pfarrei St.

Wie auch bei seinem Nachfolgefilm The Hater, in dem Maciej Musiałowski die Hauptrolle von Tomasz übernahm, sei Komasa bei beiden Filmen daran interessiert gewesen zu zeigen, wie die Gruppe einen Einzelnen beeinflusst und wie die auserwählten Prügelknaben plötzlich zu jemandem werden, vor dem man Angst hat. Sie seien jedoch irgendwie auch Helden.

Der Film- und Theaterschauspieler Bartosz Bielenia übernahm die Rolle von Daniel, der sich fälschlicherweise als Priester ausgibt. Łukasz Simlat spielt den echten Gefängnispriester Pater Tomasz. Eliza Rycembel übernahm die Rolle von Marta, Aleksandra Konieczna spielt deren Mutter Lydia, Anna Biernacik Martas Freundin. In weiteren Rollen sind Tomasz Ziętek als einer der Mithäftlinge Daniels und Mateusz Czwartosz in der Rolle als Bonus zu sehen.

Über die Besetzung der Hauptrolle mit Bartosz Bielenia sagte der Regisseur: „Als er zum Vorsprechen kam, hatte er lange Haare, er war sehr dünn, er trug einen langen Pullover, eine Mütze. Er ist mit seinem Hund gekommen.“ Doch weil sein Vater ebenfalls Schauspieler ist, sei er seiner Intuition gefolgt, diese Rolle mit einem jungen Schauspieler zu besetzen, der keine Angst davor hat, seine Komfortzone zu verlassen.

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