Van Gogh

Van Gogh (1991)

ein Epos über die letzten 67 Tage im Leben des großen Malers, fernab der Klischees vom gequälten Genie. Statt dessen: ein ruhiger, sonniger, lyrischer Film, in der exquisiten Gestaltung von Licht und Farben Van Goghs französischen Zeitgenossen viel näher. Auch keine Lösung des biographischen Rätsels, sondern eine Abfolge von Impressionen, in denen das Glück so nahe ist wie die Verzweiflung. Nebenbei, in der ungewöhnlich gestalteten Beziehung zu Bruder Theo, ein Essay über das Verhältnis zwischen Kunst und Markt. Und eine Eigeneinschätzung.

Erscheinungsdatum
1991-10-30
TMDB
6.7 / 10 (126)
Laufzeit
2 Std. 38 Min.
Genres
Drama, Historie
Regie
Maurice Pialat

Besetzung

Wissenswertes

  • Auszeichnungen: 0 · Nominierungen: 1

Van Gogh ist ein französischer Spielfilm von Maurice Pialat aus dem Jahr 1991. Der Film behandelt die letzten Wochen im Leben des Malers Vincent van Gogh, die er in dem kleinen, nordwestlich von Paris gelegenen Ort Auvers-sur-Oise verbringt, wo er sich schließlich das Leben nimmt. Für seine Darstellung der Hauptfigur wurde Jacques Dutronc mit einem César ausgezeichnet.

Hintergrund

Zur Dauer des Aufenthalts van Goghs in Auvers-sur-Oise und zu den Daten der einzelnen Ereignisse gibt es im Film selbst keine genauen Angaben. Pialat hat sich aber im Handlungsablauf an die bekannte Chronologie der letzten Lebenswochen van Goghs gehalten. 20. Mai 1890: Ankunft in Auvers-sur-Oise, 8. Juni: Besuch von Theo mit Frau und Kind in Auvers, 6. Juli: Besuch von Vincent bei Theo in Paris, 27.

Bereits 1965 drehte Pialat einen 7-minütigen Film über van Goghs Zeit in Auvers-sur-Oise für das französische Fernsehen.

Die im Film vorkommenden Gemälde van Goghs wurden in einem Laser-Verfahren aus den Originalen reproduziert. Es sind dies, in der Reihenfolge, in der sie im Film erscheinen, im Besonderen: Marguerite Gachet am Klavier, von van Gogh, im Freien stehend mit dem Blick durchs offene Fenster gemalt; die im Atelier mit letzten Pinselstrichen fertiggestellten Weizenfelder nach dem Regen; noch auf der Staffelei stehend das Bild von Mademoiselle Gachet in i…

In einigen Einstellungen und Szenen erweist Pialat seine Reverenz an Filme von Jean Renoir und von John Ford. Der Blick auf die Oise und die vorbeigleitenden Ruderboote gleicht in einigen Einstellungen Aufnahmen in Renoirs Une partie de campagne. Der im Tanzsaal auf dem Montmartre als „la marche“ ausgerufene Formationstanz ist ein direktes Remake der entsprechenden Ballszene in Fords Fort Apache.

Unter den Gästen des Tanzlokals auf dem Montmartre befinden sich neben van Gogh zwei weitere Maler: Suzanne Valadon und Henri de Toulouse-Lautrec.

Auf Wikipedia weiterlesen · Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0. Daten aus Wikidata.

Empfohlen