Einen Sommer lang (1951)
Sommarlek
Die Ballettschülerin Marie lernt während der Sommerferien bei einer Bootsfahrt den jungen, schüchternen Henrik kennen. Sie verlieben sich und verbringen wundervolle Wochen zusammen, bis Henrik unter tragischen Umständen stirbt. Zehn Jahre später ist Marie eine gefeierte Primaballerina. Am Tag vor einer Premiere wird ihr ein Päckchen mit Henriks Tagebuch zugestellt. Erneut durchlebt sie den Sommer von einst, und nach einem Streit mit ihrem Freund David reist sie in das Sommerhaus, um sich ihrer wahren Gefühle klar zu werden.
- Erscheinungsdatum
- 1951-10-01
- TMDB
- 7.4 / 10 (181)
- Laufzeit
- 1 Std. 40 Min.
- Genres
- Drama, Liebesfilm
- Regie
- Ingmar Bergman
Besetzung
- Maj-Britt Nilsson — Marie
- Birger Malmsten — Henrik
- Alf Kjellin — David Nyström
- Annalisa Ericson — Kaj
- Georg Funkquist — Uncle Erland
- Stig Olin — Ballet instructor
- Mimi Pollak — Mrs Calwagen
- Renée Björling — Aunt Elisabeth
- Gunnar Olsson — Priest
- Julia Cæsar — Maja
- John Botvid — Karl
- Douglas Håge — Nisse
Wissenswertes
Einen Sommer lang ist ein in Schwarzweiß gedrehtes schwedisches Liebesdrama von Ingmar Bergman aus dem Jahr 1951.
Hintergrund
Einen Sommer lang entstand zwischen dem 3. April und 18. Juni 1950 in den Råsunda Film Studios in Filmstaden, Solna, in Saltsjöbaden und auf Dalarö. Das Drehbuch basierte in Teilen auf einem bereits 1945 verfassten Manuskript Bergmans. Der Film startete – aufgrund einer Krise in der schwedischen Filmindustrie – mit einem Jahr Verspätung, am 1. Oktober 1951 in den schwedischen und am 13. November 1953 in den deutschen Kinos.
Wie bereits in Durst (1949) und An die Freude (1950) verarbeitete Bergman in Einen Sommer lang seine gescheiterte zweite Ehe mit Ellen Lundström und dazu eine Beziehung aus jungen Jahren.
Für den auf den skandinavischen Film spezialisierten Autor Hauke Lange-Fuchs stellte Einen Sommer lang auch den Auftakt einer Reihe so genannter Sommerfilme dar, die vor dem Hintergrund des schwedischens Sommers spielten und mehrheitlich einen für Bergman ungewohnten heiteren Ton anschlugen. Zu diesen zählte er, neben Einen Sommer lang, Die Zeit mit Monika (1953), Lektion in Liebe (1954) und Das Lächeln einer Sommernacht (1955).
Vor der ersten Rückblende tritt in Einen Sommer lang eine den Tod repräsentierende, dunkel gewandete Figur auf, Henriks unheilbar erkrankte Tante, die entgegen allen Voraussagen weiterlebt. Bei ihrem zweiten Auftritt wird sie beim Schachspiel mit dem Pastor gezeigt. Journalist Stig Björkman sah in ihr einen Todesboten und einen Vorgriff auf den Schach spielenden Tod in Das siebente Siegel (1957). Bergman bestätigte: „Ja, sie ist der Tod.
Bergman zählte Einen Sommer lang zu seinen wichtigsten Filmen, weil er hier erstmals zu einem eigenen Stil fand: „Ich wußte plötzlich, daß ich die Kamera an die richtige Stelle stellte, daß ich die richtigen Ergebnisse bekam, daß die Dinge stimmten.“
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