Das Wort (1955)
Ordet
Eine Bauernfamilie in Jütland ist gespalten durch Religion, Wahnsinn und Liebe: Einer der Söhne hält sich für Jesus Christus, ein Sohn wird durch die Lektüre Sören Kierkegaards wahnsinnig und ein weiterer Sohn darf seine große Liebe nicht heiraten.
- Erscheinungsdatum
- 1955-01-09
- TMDB
- 7.9 / 10 (437)
- Laufzeit
- 2 Std. 5 Min.
- Genres
- Drama
- Regie
- Carl Theodor Dreyer
Besetzung
- Henrik Malberg — Morten Borgen (uncredited)
- Birgitte Federspiel — Inger Borgen (uncredited)
- Emil Hass Christensen — Mikkel Borgen (uncredited)
- Preben Lerdorff Rye — Johannes Borgen (uncredited)
- Cay Kristiansen — Anders Borgen (uncredited)
- Ejner Federspiel — Peter Petersen (uncredited)
- Gerda Nielsen — Anne Petersen (uncredited)
- Sylvia Eckhausen — Kirstin Petersen (uncredited)
- Ann Elisabeth Groth — Maren Borgen (uncredited)
- Susanne Rud — Lilleinger Borgen (uncredited)
- Ove Rud — Pastor (uncredited)
- Henry Skjær — The Doctor (uncredited)
Wissenswertes
- Auszeichnungen: 2 · Nominierungen: 0. Darunter: Goldener Löwe; Bodil/Bester dänischer Film
Das Wort ist ein dänisches Filmdrama von Carl Theodor Dreyer aus dem Jahre 1955. Es basiert auf dem 1932 veröffentlichten Theaterstück Ordet des dänischen Pastors Kaj Munk. Die Titel von Theaterstück und Film spielen dabei auf das Bibelwort „Im Anfang war das Wort“ an.
Produktionsgeschichte
Nachdem sein Film Tag der Rache (1943), der während der Hexenverbrennungen im Dänemark des 17. Jahrhunderts spielt, damals ein heftiger Flop geworden war, gelang es Regisseur Carl Theodor Dreyer über ein Jahrzehnt nicht, trotz seines guten Renommees ein neues Filmprojekt zu finanzieren.
Kaj Munks Theaterstück war bereits zuvor verfilmt worden: 1943 in Schweden unter Regie von Gustaf Molander mit Victor Sjöström in der Morten-Rolle. Der 1943er-Film kam erst nach dem Zweiten Weltkrieg in Dänemark in die Kinos und die Produzenten des schwedischen Filmes sahen ihre kommerziellen Interessen gefährdet, sollte schon wieder eine neue Verfilmung herauskommen.
Die Dreharbeiten zum Film fanden über insgesamt vier Monate statt – zwei Monate im Filmstudio, zwei Monate im Dörfchen Vedersø bei Ulfborg, wo Munk zur Entstehungszeit des Stückes als Pastor gearbeitet hatte. Die Dreharbeiten verliefen sehr harmonisch, da Dreyer sowohl genügend Drehzeit als auch Geld bekommen hatte.
Dreyer drehte meistens eine Einstellung am Tage. Am Morgen probte er mit den Schauspielern und achtete dabei besonders auf die Bewegungen – teilweise bis auf einen Schritt genau, damit es mit der Belichtung passte. Dann setzte er Lichter und Kamera, ehe er gegen Abend dann die Einstellungen drehte.
Zweimal im Film, vor und nach ihrem Treffen mit dem Schneider Peter, fahren Anders und Morten an einer Stelle mit einem Gedenkkreuz vorbei. An dieser Stelle wurde Kaj Munk 1944 von den Nationalsozialisten erschossen, da er gegen diese Widerstand geleistet hatte. Kaj Munk ist auch die einzige Person, die in den Credits erwähnt wird, alle anderen Beteiligten am Film bleiben ungenannt, da es keinen klassischen Vor- oder Nachspann bei Ordet gibt.
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