Privatleben (1962)
Vie privée
Als die junge Tänzerin Jill von Genf nach Paris geht, avanciert sie binnen kurzer Zeit zum Fotomodell, Filmstar und zur Sexgöttin. Während die Fans sie feiern und die Mädchen ihr Outfit kopieren, prangert die konservative (Klatsch-)Presse ihre "verdorbenen" Filme an. Paparazzi verfolgen sie auf Schritt und Tritt. Ein Privatleben scheint unmöglich. Jill greift immer öfter zu Schlaftabletten und gerät seelisch und körperlich an den Rand des Abgrunds
- Erscheinungsdatum
- 1962-01-31
- TMDB
- 5.2 / 10 (43)
- Laufzeit
- 1 Std. 44 Min.
- Genres
- Drama
- Regie
- Louis Malle
Besetzung
- Brigitte Bardot — Jill
- Marcello Mastroianni — Fabio Rinaldi
- Dirk Sanders — Dick
- Jacqueline Doyen — Juliette
- Eléonore Hirt — Cecile
- Gloria France — Anna
- Gregor von Rezzori — Gricha
- Nicolas Bataille — Edmond
- Paul Sorèze — Maxime
- Ursula Vian-Kübler — Carla
- Louis Malle — Le journaliste (uncredited)
- Jean-Claude Brialy — Narrateur
Wissenswertes
Privatleben ist ein französisch-italienisches Filmdrama von Louis Malle aus dem Jahr 1962 mit Brigitte Bardot und Marcello Mastroianni in den Hauptrollen.
Produktion
Privatleben entstand vor Ort in Genf, Paris und Spoleto. Die Szenen in Spoleto spielen vor allem auf dem Markt der Stadt, vor und unweit des Doms. Hier findet auch die von Fabio geplante Theateraufführung im Rahmen des Festival dei Due Mondi statt. Die Innenaufnahmen des Films wurden im Franstudio in Saint-Maurice gedreht.
Die Kostüme von Brigitte Bardot schufen Marie Martine und Réal, die Filmbauten stammen von Bernard Evein. Der Sprecher im Original ist Jean-Claude Brialy. Volker Schlöndorff war an der Entstehung des Films als Regieassistent beteiligt. Brigitte Bardot singt im Film zur Gitarrenbegleitung das Gedicht Sidonie von Charles Cros, das von Jean-Max Rivière und Jean Spanos vertont wurde.
Der Film kam am 31. Januar 1962 in die französischen Kinos. Am 19. April 1962 lief er in den deutschen Kinos an und kam am 23. November 1962 auch in die Kinos der DDR. Die deutschen Fernsehpremieren waren am 2. Januar 1971 (ARD) und am 25. Oktober 1986 (DFF 2).
Privatleben weist zahlreiche Parallelen zu Brigitte Bardots Leben auf. Der Spiegel schrieb 1962, dass Jill und Brigitte Bardot bis zum Selbstmordversuch Jills eine identische Biografie hätten; die Filmfigur weise zudem „Gesichts- wie Wesenszüge des Filmstars BB auf…“. Bereits 1961 schrieb Der Spiegel in einer Meldung, dass Bardot gerade „in Genf ihr ‚Privatleben‘ verfilmt“.
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