Angelo

Angelo (2019)

Im Europa des frühen 18. Jahrhundert wird eine junger Knabe, den man aus Afrika verschleppt, von einer Comtesse erwählt, christlich getauft und herangezogen. Angelo entwickelt sich rasch zum Lieblingsornament des Wiener Hofes

Erscheinungsdatum
2019-03-24
TMDB
3.5 / 10 (15)
Laufzeit
1 Std. 51 Min.
Genres
Historie, Drama
Regie
Markus Schleinzer

Besetzung

Wissenswertes

Angelo ist ein Historienfilm von Markus Schleinzer, der am 8. September 2018 im Rahmen des Toronto International Film Festivals seine Weltpremiere feierte und Ende des Monats beim Festivals Internacional de Cine de San Sebastián gezeigt wurde. Der österreichische Kinostart erfolgte am 9. November 2018. Die österreichisch-luxemburgische Koproduktion orientiert sich an der Biografie des nach Wien verschleppten Afrikaners Angelo Soliman.

Produktion

Regie führte Markus Schleinzer, der gemeinsam mit Alexander Brom auch das Drehbuch schrieb. Das Filmprojekt wurde vom Österreichischen Filminstitut mit 790.000 Euro gefördert und erhielt zudem eine Verleihförderung in Höhe von 40.000 Euro. Zudem wurde das Projekt vom Filmfonds Wien gefördert. Weitere Förderungen kamen von der Filmförderung Luxemburg, von FISA, von Kultur Niederösterreich und aus Mitteln des ORF Film/Fernsehabkommens.

Über das Schicksal des zwangseuropäisierten Afrikaners Angelo Soliman sagte Schleinzer, dieser sei ihm als mythologische Stadtfigur, vergleichbar mit dem Lieben Augustin, bekannt gewesen. In seiner Recherche habe sich herausgestellt, dass sich das, was er über ihn zu wissen glaubte, in keiner Weise belegen ließ: „Das beginnt bei falsch behaupteten Dienstverhältnissen über romantisierende Anekdoten bis hin zu seinem Ende als Präparat im Kaiserlich…

Der Film ist in drei Kapitel unterteilt. Zu Beginn ist die Ankunft der Sklaven zu sehen, wobei die Marquise auf einen jungen Afrikaner aufmerksam wird, den sie im westlichen Stile erzieht und auf den Namen Angelo tauft. Im zweiten Kapitel ist Angelo bereits erwachsen und verdingt sich beim Prinzen als Unterhalter und beim Kaiser als Konversationspartner.

Schleinzer ist nicht der erste österreichische Filmemacher, der sich für diese Figur interessiert hat. Bereits Michael Glawogger und Harald Sicheritz widmeten sich in ihren Filmen Angelo Soliman. Heute, wo Menschen freiwillig nach Europa kommen, finden wir das weniger interessant, so Schleinzer, und es habe ihn sehr gereizt, in diesem Kontext die Idee von Heimat, Identität, Zugehörigkeit, Fremdheit zu beleuchten.

Die Dreharbeiten wurden im Dezember 2016 begonnen. Die Aufnahmen entstanden zu gut 60 Prozent in Luxemburg und seiner Umgebung, in Frankreich, in Belgien, in Österreich und in Ungarn. In Luxemburg drehte man im Château Meysembourg. Das Kernstück war ein Palast in Luxemburg, der als schwarzes, innen von Flammen getöntes Palais gestaltet wurde und im Zuge der Handlung zum Großteil niedergebrannt aussehen musste.

Auf Wikipedia weiterlesen · Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0. Daten aus Wikidata.

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