Spionage (1955)
Petersburg, 1913: Leutnant von Baumgarten erpresst Oberst Redl mit dem er eine Affäre hat. Um das Geld zu beschaffen, verrät Redl den Russen Militärgeheimnisse. Hauptmann Angelis will den Spitzel enttarnen und gerät selbst unter Verdacht…
- Erscheinungsdatum
- 1955-04-19
- TMDB
- 6.0 / 10 (3)
- Laufzeit
- 1 Std. 40 Min.
- Genres
- Historie, Thriller
- Regie
- Franz Antel
Besetzung
- Ewald Balser — Oberst Redl
- Barbara Rütting — Nadeschda
- Gerhard Riedmann — Hauptmann Angelis
- Oskar Werner — Leutnant Zeno von Baumgarten
- Marte Harell — Gräfin Lichtenfels
- Hannelore Bollmann — Pauline von Heymeneck
- Rudolf Forster — Chef des Generalstabes, von Heymeneck
- Attila Hörbiger — Dr. Hartmuth
- Erik Frey — Oberst Rabansky
- Heinz Moog — Baron Letten
- Karl Ehmann — Leopold, Diener bei Lichtenfels
- Hermann Erhardt — Steindl
Wissenswertes
Spionage ist ein österreichischer Historienfilm von Franz Antel aus dem Jahr 1955 um den Spionagefall des k. u. k. Oberst Alfred Redl.
Produktion
Franz Antel sah nach seinem Erfolg mit Kaisermanöver die Gelegenheit gekommen, einen Film zu drehen, der anspruchsvollen Themen gerecht werden sollte. Der Fall Redl war bereits 1925 in Oberst Redl von Hans Otto Löwenstein und 1931 in Der Fall des Generalstabs-Oberst Redl von Franz Anton verfilmt worden. Als Drehbuchautor konnte Antel den Dichter Alexander Lernet-Holenia gewinnen, der gemeinsam mit dem Filmprofi Kurt Nachmann das Drehbuch schrieb.
Zu Antels Überraschung trat eine Kommission ehemaliger k. u. k. Generalstäbler auf den Plan, die vom Unterrichtsministerium verlangte, die Dreharbeiten zu unterbinden. Antel musste den Generalstäblern die Durchsicht des Drehbuchs überlassen und erhielt erst nach langen Verhandlungen die Erlaubnis, den Film zu drehen. Der Film entstand im Atelier Wien-Sievering, die Außenaufnahmen stammen aus Wien und Umgebung.
Franz Antel bezeichnete Spionage als einen seiner besten Filme. Als 1985 der Film Oberst Redl von István Szabó erschien, verglich er ihn in einer Stellungnahme in der Wiener Zeitung mit seinem eigenen und nannte den Szabó-Film eine „vollkommene Verfremdung“.
Die Filmszenen, in denen Redl im Postamt als Spion aufgedeckt und von den Beamten des Evidenzbüros verfolgt und sichergestellt wird, sind – wenn auch dramatisiert – der historischen Wahrheit einigermaßen nachempfunden.
Die Filmnamen des Leiters des Evidenzbüros, Rabansky, und des Generalstabschefs, von Heymeneck, sind den historisch echten Namen der betreffenden Offiziere (Oberst August Julius Urbański von Ostrymiecz und Feldmarschall Franz Conrad von Hötzendorf) nachempfunden.
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