Die lustige Witwe

Die lustige Witwe (1925)

The Merry Widow

Als die aus armen Verhältnissen stammende Nélie sich beim Roten Kreuz als Krankenschwester verdingt, trifft sie die aus der Schweiz geflüchtete Rose Juillet. Als die nach einem Angriff leblos da liegt, nimmt Nélie ihre Identität an und beginnt bei einer wohlhabenden älteren Dame eine Stelle als Vorleserin.

Erscheinungsdatum
1925-08-27
TMDB
6.7 / 10 (44)
Laufzeit
2 Std. 17 Min.
Genres
Drama, Liebesfilm
Regie
Erich von Stroheim

Besetzung

Wissenswertes

  • Basiert auf: Die lustige Witwe

Die lustige Witwe von 1925 ist die Verfilmung der gleichnamigen Operette Die lustige Witwe von Franz Lehár durch Erich von Stroheim.

Produktionshintergrund und besondere Umstände

Irving Thalberg, der in seiner Eigenschaft als Produzent und Studiochef schon zuvor mit Stroheims unkonventionellen und kostspieligen Methoden als Regisseur konfrontiert war und ihn 1922 mitten in den Dreharbeiten zu Rummelplatz des Lebens entlassen hatte, griff für Die lustige Witwe trotzdem wieder auf ihn zurück, da er befand, dies sei ein geeigneter Stoff für Stroheim.

Stroheim lehnte das Starsystem ab, aber das MGM-Studio zwang ihn, Mae Murray, damals ein großer Star des neuen Studios, und John Gilbert mit den Hauptrollen zu besetzen. Für die männliche Hauptrolle hatte Stroheim Norman Kerry vorgesehen. Murray bestand aber auf Gilbert und drohte mit Vertragsauflösung.

Die Rolle des Kronprinzen Mirko hatte Stroheim sich selbst zugedacht, aber Thalberg verhinderte dieses Vorhaben und verpflichtete den bis dahin eher unbekannten Darsteller Roy d'Arcy. Törichte Frauen, in dem Stroheim sowohl als Regisseur wie auch als Darsteller agiert hatte, war Thalberg eine Lehre gewesen.

Mae Murray und von Stroheim kamen überhaupt nicht miteinander aus. Beide lieferten sich das, was ein Kritiker als „zwölf Wochen eruptiver Temperamentsausbrüche“ bezeichnete.

Die Auseinandersetzungen bei den Dreharbeiten gipfelten angeblich darin, dass MGM-Präsident Louis B. Mayer, bei dem sich Mae Murray beschwert hatte, Stroheim mit einem Faustschlag niederstreckte und ihn aus dem Studio warf, weil Stroheim Sally, die Rolle, die Mae Murray spielte, im Drehbuch als Hure angelegt hatte und sich weigerte, dies zu ändern. Man beauftragte den Regisseur Monta Bell mit der Fortsetzung der Dreharbeiten.

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