Die Kur (1917)
The Cure
Ein Alkoholiker meldet sich zur Kur an, und stürzt mit seinen Possen die Anwesenden ins Chaos.
- Erscheinungsdatum
- 1917-04-16
- TMDB
- 6.8 / 10 (148)
- Laufzeit
- 26 Min.
- Genres
- Komödie
- Regie
- Charlie Chaplin
Besetzung
- Charlie Chaplin — The Inebriate
- Edna Purviance — The Girl
- Eric Campbell — The Man with the Gout
- Henry Bergman — Masseur
- John Rand — Sanitarium Attendant
- James T. Kelley — Sanitarium Attendant
- Albert Austin — Sanitarium Attendant
- Frank J. Coleman — Head of Sanitarium
- Leota Bryan — Nurse (uncredited)
- William Gillespie — Patient (uncredited)
- Janet Sully — Woman (uncredited)
- Loyal Underwood — Patient (uncredited)
Wissenswertes
Die Kur ist der deutsche Titel des US-amerikanischen Stummfilms The Cure, den Charlie Chaplin 1917 nach eigenem Drehbuch, für die Mutual Co. realisierte. Die Kur war der zehnte Film Chaplins für die Mutual. Er kam am 16. April 1917 in die US-amerikanischen Kinos.
Hintergrund
Der Film entstand in dreimonatiger Arbeit im Lone Star Studio – 1751 Glendale Boulevard, Hollywood, Los Angeles, California, USA. Kameramänner waren William C. Foster und Roland Totheroh, denen George C. Zalibra assistierte. Für das Bühnenbild sorgten der Requisiteur George Cleethorpe und sein Assistent Dan Allen. Die Technische Leitung hatte Edward Brewer.
Der Film hatte in den USA am 16. April 1917 Premiere. Er wurde auch in Europa, in Frankreich, Italien, Portugal, Spanien, in Ungarn, Dänemark, Schweden und Finnland aufgeführt. In Deutschland, wo er erst nach dem Ersten Weltkrieg in die Kinos kam, hieß er auch Die Heilquelle.
Eine vertonte Fassung mit Musik und Geräuschen, hergestellt von den Van Beuren Studios, hatte ihre Uraufführung am 19. August 1932. Sie wurde von RKO Radio Pictures verliehen. Chaplin konnte dagegen gerichtlich nicht vorgehen. Amedee van Beuren hatte Chaplins Mutual-Komödien für 10.000 US-Dollar gekauft.
Alkoholsucht war um 1917 ein ernstes Problem in den USA, namentlich bei den unteren Bevölkerungsschichten. Sich dessen bewusst, änderte Chaplin die Figur des Alkoholkranken vom gewohnten Tramp in einen modisch gekleideten „reichen Nichtstuer“ um, über den es sich „beßren Gewissens“ lachen ließ. Die Gicht galt allgemein als eine Krankheit der Wohlhabenden, die im Film in der Gestalt des voluminösen Eric Campbell vertreten sind.
Anregungen für Die Kur bezog Chaplin von dem Fred Karno-Einakter The Hydro, der in einer Kaltwasserheilanstalt spielt, aber auch aus dem Athletic Club von Los Angeles, wo er damals lebte. Die Ringkämpfe in der Turnhalle des Clubs beflügelten seine Phantasie. Sie regten die berühmte Szene an, in der er sich mit dem Masseur, der ihn behandeln will, auf einen Ringkampf einlässt.
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