Copy Shop

Copy Shop (2001)

Wortlose Geschichte über einen Mann, der in seinem Bett aufwacht und seine Kleidung (einschließlich einer karierten Weste) trägt. Er steht auf, wäscht sich das Gesicht, kämmt sich die Haare und macht sich auf den Weg zur Arbeit in einem Kopierladen auf der anderen Straßenseite. Er macht versehentlich eine Fotokopie von seiner Hand, und dann beginnt das Gerät, Kopien von Fotos von ihm selbst, der Straße und seiner Wohnung zu machen. Er stöpselt den Kopierer aus und geht nach Hause. Er wiederholt die Szene, die wir zuvor gesehen haben. Kopien von sich selbst tauchen aus dem Bett auf; verblüfft sieht er ihnen bei der Arbeit zu. Bald, so scheint es, ist er Teil einer Gesellschaft, in der jeder wie er aussieht und eine karierte Weste trägt. Kann er die Dinge wieder in den Griff bekommen?

Erscheinungsdatum
2001-01-26
TMDB
7.1 / 10 (36)
Laufzeit
12 Min.
Genres
Drama, Komödie, Animation
Regie
Virgil Widrich

Besetzung

Wissenswertes

  • Auszeichnungen: 0 · Nominierungen: 2

Copy Shop ist ein österreichischer Kurzfilm von Virgil Widrich aus dem Jahr 2001. Der zwölfminütige, schwarz-weiße Film besteht aus rund 18 000 fotokopierten Einzelbildern und wurde vollständig ohne Dialoge realisiert. Er erzählt die Geschichte eines Mannes, der sich so lange vervielfältigt, bis die Welt nur noch aus Kopien seiner selbst besteht.

Produktion und Konzept

Copy Shop wurde in Wien produziert und 2000/2001 fertiggestellt. Die Szenen wurden zunächst digital auf Video gedreht, danach wurden alle Einzelbilder am Computer bearbeitet, auf einem Schwarzweiß-Laserdrucker ausgedruckt und schließlich mit einer 35-mm-Trickfilmkamera wieder abgefilmt. So entstand ein analog-digitales Hybridverfahren, bei dem das Prinzip der Vervielfältigung – das Kopieren selbst – zum Thema wird.

Die Produktion erfolgte durch die Virgil Widrich Film- und Multimediaproduktions G.m.b.H. in Wien, gefördert vom Bundeskanzleramt (Kunstsektion), dem Land Salzburg, der Stadt Wien und dem ORF. Die Filmbauten stammen von Joachim Luetke, die Kamera führte Martin Putz, Musik und Sounddesign komponierte Alexander Zlamal.

In seinem begleitenden Essay Identität im Kino beschreibt Widrich den Film als „Experiment über die Auflösung des filmischen Subjekts im Prozess der Reproduktion“ und als „Reflexion über das Kino als Kopiermaschine“.

Auf Wikipedia weiterlesen · Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0. Daten aus Wikidata.

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