Sarabande

Sarabande (2003)

Saraband

Die Rechtsanwältin Marianne reist in die mittelschwedische Provinz Dalarna, um ihren Ex-Mann Johan zu besuchen, den sie seit mehr als 30 Jahren nicht gesehen hat. Auch wenn die Begrüßung noch herzlich ausfällt, bricht kurz darauf der Sarkasmus und die Verbitterung des alten Medizinprofessors hervor. Für seinen psychisch labilen Sohn hat er nur Verachtung übrig. Auch Marianne hat das Gefühl, als Mutter ihrer beiden Töchter versagt zu haben. Gemeinsam schauen sie auf die Trümmer ihres verpfuschten Lebens.

Erscheinungsdatum
2003-12-01
TMDB
7.1 / 10 (138)
Laufzeit
1 Std. 47 Min.
Genres
TV-Film, Drama
Regie
Ingmar Bergman
Filmreihe
Szenen einer Ehe Filmreihe

Besetzung

Wissenswertes

  • Gedreht in: Finnland

Sarabande ist ein schwedischer Fernsehfilm von Ingmar Bergman aus dem Jahr 2003 und war Bergmans letzter Film.

Hintergrund

Sarabande war Bergmans letzte Regiearbeit und zugleich sein erster mit einer digitalen Kamera gedrehter Film. Wegen des lauten Betriebsgeräuschs der Kamera (einer Thomson 6000) und der nötigen Dämmung musste er von seinem Vorhaben, simultan mit drei Kameras zu drehen, Abstand nehmen. Der Titel des Films bezieht sich auf Johann Sebastian Bachs Suite Nr.

Sarabande wurde erstmals am 1. Dezember 2003 im schwedischen und am 30. Juli 2004 im deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Laut Dagens Nyheter verfolgten in Schweden rund 990.000 Zuschauer die Sendung.

Obwohl offiziell eine Fortsetzung zu Szenen einer Ehe, nimmt die Beziehung von Marianne und Johan relativ geringen Raum im Film ein; die Hauptkonflikte sind die Beziehungen zwischen Johan und Henrik sowie Henrik und Karin.

Im Prolog und Epilog des Films adressiert Marianne mehrmals direkt die Kamera bzw. das Publikum, um in die Geschichte einzuführen und ihre Gedanken mitzuteilen. Eine ähnliche Technik verwendete Bergman in der Exposition und Schlussszene von Die Stunde des Wolfs (1968).

Nach dem heftigen Streit mit ihrem Vater läuft Karin verstört durch den Wald, wobei sie einen umgestürzten Baum passiert. Die Szene ähnelt den Aufnahmen des misshandelten Mädchens in Die Jungfrauenquelle (1960), der ebenfalls in Dalarna gedreht wurde.

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