Das Kleid

Das Kleid (1991)

Die Tuchweber Hans und Kumpan kommen auf ihrer Wanderschaft zu einer Stadt, die von einer hohen Mauer umgeben ist. Sie hören zwar, dass die Menschen hinter der Mauer alle fröhlich sind und ein erfülltes Leben führen, doch werden sie nicht in die Stadt eingelassen. Als blinde Passagiere unter einem Wagen gelangen sie schließlich unbemerkt in die Stadt. Es ist bereits dunkel und niemand öffnet ihnen die Tür. Auch die schöne Katrin schließt eilig die Fensterläden, als sie die beiden Männer sieht. Die übernachten schließlich unter einem bereits aufgestellten Stand auf dem Marktplatz. Als sie am nächsten Morgen erwachen,

Erscheinungsdatum
1991-02-09
TMDB
8.0 / 10 (2)
Laufzeit
1 Std. 28 Min.
Genres
Fantasy, Komödie
Regie
Konrad Petzold, Egon Günther

Besetzung

Wissenswertes

Das Kleid ist ein Schelmenfilm (Pikareske) der DEFA von Egon Günther, inszeniert von Konrad Petzold, der 1961 produziert wurde. Er beruht auf Hans Christian Andersens Märchen Des Kaisers neue Kleider. Er gehört zu den frühen sogenannten Kellerfilmen der DDR. Das Kleid erlebte seine Premiere erst 1991, nach der Wende, in einer restaurierten und überarbeiteten Fassung.

Produktion und Verbot

Der Film Das Kleid wurde im Sommer 1961 gedreht, zu den Darstellern gehörten bekannte Schauspieler wie Wolf Kaiser als Kaiser und Eva-Maria Hagen als Mädchen Katrin. Die Theaterregisseurin Ruth Berghaus war choreographische Beraterin, die mit für die Verfremdungseffekte nach dem Vorbild von Brecht sorgte, Ernst Kunstmann schuf einige Trickfilmszenen (Liebesspiel von Katzen auf dem Dach). Der Film wurde in ORWO-Color in Totalvision gedreht.

Konrad Petzold legte den Film erstmals am 15. August 1961 den Verantwortlichen der DEFA und der Hauptverwaltung Film vor, zwei Tage nach dem Bau der Berliner Mauer. Da es darin um einen Kaiser in einer ummauerten Stadt ging, gab es keine Zustimmung für die Endfertigung und die Veröffentlichung, obwohl die Handlung ansonsten kaum offensichtliche Parallelen zur DDR-Gesellschaft aufwies.

Auf Wikipedia weiterlesen · Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0. Daten aus Wikidata.

Empfohlen