Uli der Knecht

Uli der Knecht (1954)

Einem Knecht, der ein Säufer und Frauenheld ist, will der Bodenbauer sein Vieh nicht anvertrauen. Und so ändert Uli auf Rat seines Meisters sein Leben radikal und verschafft sich bald einen guten Namen. Der Glunggenbauer Joggeli ist begeistert und holt ihn als Meisterknecht auf seinen heruntergewirtschafteten Hof. Mit starker Hand - und gegen grosse Widerstände - bringt Uli die Glungge wieder in Ordnung und wird für Joggeli schnell unentbehrlich. Bald stellt sich für Uli die Frage nach der richtigen Frau. Das hübsche Vreneli gefällt ihm sehr, aber Joggelis Tochter Elisi schwärmt ihm von einer Zukunft als Grossbauer vor und verdreht dem Knecht damit den Kopf. Doch Elisis Bruder Johannes fürchtet im Fall einer Heirat um sein Erbe, und so kommt es zum Zerwürfnis.

Erscheinungsdatum
1954-10-19
TMDB
6.3 / 10 (8)
Laufzeit
1 Std. 55 Min.
Genres
Drama, Liebesfilm, Komödie
Regie
Franz Schnyder
Filmreihe
Uli Filmreihe

Besetzung

Wissenswertes

Uli der Knecht ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Jeremias Gotthelf durch Franz Schnyder aus dem Jahre 1954. Es handelt sich um einen der bekanntesten Schweizer Filme. Die Hauptrollen sind mit Hannes Schmidhauser in der Titelrolle sowie Liselotte Pulver als Magd Vreneli und Heinrich Gretler als Bodenbauer besetzt.

Produktion

Für das Gotthelf-Jahr 1954 erwarb Produzent Oscar Düby die Filmrechte an Jeremias Gotthelfs Roman Wie Uli der Knecht glücklich wird – Eine Gabe für Dienstboten und Meisterleute für die Gloriafilm. Das Budget belief sich auf 600'000 Franken. Zunächst war Leopold Lindtberg als Regisseur vorgesehen. Da die Geldgeber aber einen Berner Regisseur wünschten, kam nur mehr Franz Schnyder in Frage.

Die Dreharbeiten des von Praesens-Film (Zürich) vorgestellten und Gloriafilm Zürich produzierten Films dauerten von April bis Juni 1954. Die fünf Kulissen der Innenszenen baute Max Röthlisberger im Filmstudio Rosenhof in Zürich auf. In Brechershäusern, Eggiwil, Heimischmatt, Würzbrunnen und Bern entstanden die Aussenaufnahmen. Hermann Haller half beim Schnitt. Der Schauspieler Hans Gaugler war Regieassistent.

Die Erstaufführung des Films fand am 19. Oktober 1954 im Zürcher Kino Scala statt. Der ländliche Film war auch in den Städten ein Erfolg. Man zählte nicht weniger als 1,6 Millionen Eintritte in der Schweiz, wodurch die Kosten bereits im Inland eingespielt wurden. Die Fortsetzung Uli der Pächter kam im Jahr darauf in die Kinos.

Die deutsche Synchronfassung für die Bundesrepublik sprachen die Darsteller selbst. Das Schweizer Fernsehen strahlte den Film erstmals am 25. Dezember 1971 aus. Aus Anlass des 10. Todestages des Regisseurs wurde der Originalfilm restauriert und digitalisiert.

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