Der große Eisenbahnraub

Der große Eisenbahnraub (1903)

The Great Train Robbery

Ein Angestellter einer Zugstation wird von vier Männern überwältigt und gefesselt, daraufhin überfallen sie einen Zug, indem sie den Zugführer bedrohen. Mit ihrer Beute machen sie sich auf die Flucht, aber ein kleines Mädchen hat den gefesselten Mann entdeckt und den Sheriff informiert – und der macht sich nun zusammen mit seinen Helfern auf die Jagd nach den Verbrechern...

Erscheinungsdatum
1903-12-07
TMDB
7.0 / 10 (735)
Laufzeit
12 Min.
Genres
Western, Krimi, Action, Abenteuer
Regie
Edwin S. Porter

Besetzung

Wissenswertes

  • Budget: 250 $
  • Gedreht in: New Jersey

Der große Eisenbahnraub ist ein zwölfminütiger US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahre 1903 und einer der ersten Western der Filmgeschichte.

Hintergrund

Der große Eisenbahnraub zählt zu den bekanntesten Werken aus den frühen Jahren des Kinos. Er ist nicht der erste Film, der als Western eingeordnet werden kann. So entstand 1899 in Großbritannien Kidnapping by Indians, der diesem Genre zugeordnet werden könnte. 1901 bereits kamen der US-amerikanische Kurzfilm Stage Coach Hold-up (in the Days of '49) und 1903 der britische Kurzfilm Robbery of the Mail Coach heraus.

Der Film Der große Eisenbahnraub basiert auf einer 1896 veröffentlichten Geschichte von Scott Marble (1847–1919) und auf einem ähnlich abgelaufenem Überfall der Bande von Butch Cassidy aus dem Jahre 1900.

Einer der Schauspieler, Max Aronson, der gleich in drei Rollen auftrat, wurde wenige Jahre später unter dem Pseudonym Gilbert M. Anderson selbst Filmproduzent und Regisseur und schuf mit der von ihm verkörperten Figur Broncho Billy den ersten Star des Westerngenres. Viele Westernklischees wie das durch Pistolenschüsse auf den Boden zum Tanzen animierte Greenhorn finden in Der große Eisenbahnraub ihren Ursprung.

Neu war die Anwendung der erst seit Beginn des Jahrzehnts bekannten Möglichkeiten des Filmschnitts. Durch den Einsatz von Parallelmontagen und Jump Cuts gelang es Porter, zwischen gleichzeitig stattfindenden Ereignissen hin und her zu springen, wodurch die Spannung für den Zuschauer erhöht wurde. Durch einen Stopptrick wurde es möglich, eine lebensgroße Puppe als „Heizer“ vom Zug zu werfen.

Die berühmteste Szene aus Der große Eisenbahnraub ist die Schlussszene mit Justus D. Barnes, der seine Waffe direkt auf die Kamera richtet und abfeuert. Es wurde erzählt, dass das Kinopublikum bei dieser Szene häufig in Panik geriet, doch dürften diese Schilderungen übertrieben sein und hauptsächlich der Werbung für den Film gedient haben.

Auf Wikipedia weiterlesen · Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0. Daten aus Wikidata.

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