Jä-soo!

Jä-soo! (1935)

Der Provinzladenbesitzer Jakob Stäubli und seine Frau Frieda freuen sich an Weihnachten aufs gemeinsame Fest mit Tochter Nelly. Doch Nelly kommt nicht. Sie zieht es vor in der Stadt und in Gesellschaft ihres neuen Freundes André eines «besseren Herrn», zu feiern. Die betrübten Stäublis verkaufen darauf kurzerhand ihr Geschäft und ziehen ebenfalls nach Zürich. Als sie nach dem Umzug gemeinsam die Stadt erkunden, geraten die beiden Landeier in allerhand turbulente Situationen. Vater Stäubli ist zusätzlich erotischen Verlockungen ausgesetzt, als der Liebhaber seiner Tochter eine Dame auf ihn ansetzt, um ihm Geld abzuknöpfen.

Erscheinungsdatum
1935-06-01
TMDB
10.0 / 10 (1)
Laufzeit
1 Std. 23 Min.
Genres
Drama
Regie
Leopold Lindtberg

Besetzung

Wissenswertes

Jä-soo! ist der Titel eines Schweizer Tonfilms, den Leopold Lindtberg 1934/35 für Lazar Wechslers Zürcher Praesens-Film realisierte. Das Drehbuch verfassten Max Werner Lenz und Walter Lesch, der auch Co-Regisseur war; an der Kamera stand Emil Berna. Der Busoni-Schüler Robert Blum komponierte die Filmmusik.

Produktionsnotizen

Die Dreharbeiten zu Jä-soo! umfassten die Monate Januar bis März 1935. Die Innenaufnahmen entstanden im Filmstudio an der Löwenstrasse (Zürich), die Aussenaufnahmen an weiteren Drehplätzen Zürichs und in Hausen am Albis. Die Uraufführung fand am 20. März 1935 im Zürcher Apollo-Kino statt. In Deutschland konnte man den Streifen unter dem Titel Ja sooo! sehen.

Die Bauten schufen Robert Furrer und Werner Dressler. Schauspieler Fritz Ritter diente überdies als Regieassistent.

Mit diesem Film begann die rund anderthalb Jahrzehnte währende, in den Jahren des Zweiten Weltkriegs überaus fruchtbare Zusammenarbeit zwischen dem Wahlschweizer Theaterregisseur Leopold Lindtberg und dem Wahlschweizer Filmproduzenten Lazar Wechsler. Die Produktionskosten lagen mit 85'000 Schweizer Franken sehr niedrig, was nicht zuletzt daran lag, dass der Film relativ flott heruntergedreht wurde.

Der Film war ein grosser Publikumserfolg und etablierte nunmehr endgültig den Dialektfilm als Urschweizer Filmgenre. Er lief zunächst fünf Wochen en suite und wurde anschliessend um zwei Monate verlängert. «Vor allem aber lebt der Film dank der Leistung Emil Hegetschweilers, einem über drei Jahrzehnte hinweg äusserst populären Charakterdarsteller, der als verschmitzter, verdutzter oder empörter Kleinbürger durch einen ganze Hagel erheiternder Prü…

Mit Wie d’Warret würkt (Regie: Richard Schweizer/Walter Lesch) war die 1924 gegründete Zürcher Praesens-Film 1933 das Wagnis eingegangen, einen Film ausschliesslich für den Deutschschweizer Markt zu produzieren, und hatte damit ein erfolgreiches Filmgenre begründet: die Dialektkomödie.

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