Gott existiert, ihr Name ist Petrunya

Gott existiert, ihr Name ist Petrunya (2019)

Господ постои, името ѝ е Петрунија

Jeden Januar wirft der Priester einer kleinen mazedonischen Stadt ein Kreuz in das örtliche Gewässer. Unzählige Männer stürzen sich daraufhin in das kalte Wasser, denn dem Finder des Kreuzes winken lebenslanges Glück und Wohlstand. In diesem Januar nimmt auch die arbeitslose Petrunya an dem Ritual teil, die das Kreuz auch noch bekommt. Die Wissenschaftlerin zieht damit den Zorn der Männer auf sich, aber sie gibt nicht nach.

Erscheinungsdatum
2019-05-01
TMDB
6.8 / 10 (159)
Laufzeit
1 Std. 40 Min.
Genres
Drama
Regie
Teona Strugar Mitevska

Besetzung

Wissenswertes

  • Auszeichnungen: 1 · Nominierungen: 2. Darunter: LUX

Gott existiert, ihr Name ist Petrunya ist ein Spielfilm von Teona Strugar Mitevska aus dem Jahr 2019. Die Gesellschaftssatire handelt von der arbeitslosen, frustrierten Mazedonierin Petrunija, die als Frau verbotenerweise in eine Männern vorbehaltene religiöse Prozession eingreift.

Entstehungsgeschichte

Das Drehbuch des Films von Regisseurin Teona Strugar Mitevska und Drehbuchautorin Elma Tataragić basiert auf wahren Ereignissen. Die Prozession mit dem heiligen Kreuz findet alljährlich am 19. Januar in orthodoxen Gemeinden in Osteuropa statt. Im Jahr 2014 fing entgegen der Tradition eine Frau in der ostmazedonischen Stadt Štip das Kreuz. Trotz Protesten der lokalen Bevölkerung und der Kirche weigerte sie sich, es zurückzugeben.

Frustriert von den Reaktionen aus dem Jahr 2014 und der patriarchalischen Gesellschaft begannen Mitevska und Tataragić mit dem Drehbuch an dem Film, den die Regisseurin als feministisches Werk begreift. Beide waren sich uneinig darüber, ob Petrunija schon zu Beginn eine starke Persönlichkeit haben sollte, ähnlich der Figur der Journalistin Slavica, oder ob sich ihre Stärke erst im Verlauf der Geschichte entwickeln sollte.

Für die Titelrolle wählte Mitevska die Theaterschauspielerin Zorica Nusheva aus, die mit Gott existiert, ihr Name ist Petrunya auch ihr Filmdebüt gab. Nusheva hatte zuvor überwiegend in komödiantischen Stücken in Skopje auf der Bühne gestanden. Mitevska selbst bevorzugt eigenen Angaben zufolge die Verpflichtung von komödiantischen Darstellern, da sie über ein tadelloses Verständnis von Rhythmus und Timing verfügen würden.

2020 – ein Jahr nach Veröffentlichung des Films – wurde in Štip offiziell einer Frau die Teilnahme erlaubt am Schwimmen. Danach nahmen immer mehr Frauen teil.

Auf Wikipedia weiterlesen · Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0. Daten aus Wikidata.

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