Das Geständnis (1970)
L'Aveu
"Es ist der Sache des Sozialismus nicht gedient, wenn man einfach all die Prozesse, die Komplotte und die Irrtümer unterschlägt, die sein Gesicht entstellen", sagt Regisseur Costa-Gavras. Wie Hauptdarsteller Yves Montand empfand er die Diktaturen in Osteuropa als Verrat am sozialistischen Ideal. Sein kritischer Kinohit "Das Geständnis" basiert auf dem Fall von Anton London (er heißt hier "Gérard"). Der stellvertretende Außenminister der Tschechoslowakei wurde 1951 im Auftrag der Stalin hörigen Partei gefoltert, bis er sich zu Unrecht der Spionage bezichtigte. Anton London fungierte bei dem Film als Berater.
- Erscheinungsdatum
- 1970-04-29
- TMDB
- 7.3 / 10 (155)
- Laufzeit
- 2 Std. 12 Min.
- Genres
- Drama, Thriller
- Regie
- Costa-Gavras
Besetzung
- Yves Montand — Gérard
- Simone Signoret — Lise
- Gabriele Ferzetti — Kohoutek
- Michel Vitold — Smola
- Jean Bouise — Boss of Factory
- Michel Beaune — Lawyer
- Jacques Rispal — Former Secretary
- Antoine Vitez — Communist Friend
- Michel Robin — Attorney General
- Szabó László — Secret Policeman
- Guy Mairesse — Doctor
- Marc Eyraud — Politician
Wissenswertes
- Basiert auf: The Confession
Das Geständnis ist ein französisch-italienischer Kinofilm des Regisseurs Costa-Gavras mit Yves Montand und Simone Signoret in den Hauptrollen. Er basiert auf dem Tatsachenbericht des tschechoslowakischen Kommunisten Artur London, eines Angeklagten im Slánský-Prozess. Gavras beabsichtigte keinen antikommunistischen Film, sondern einen Aufruf gegen Totalitarismus, insbesondere Stalinismus.
Hintergrund
Artur London, einer der vierzehn Angeklagten im Slánský-Prozess 1952 in der Tschechoslowakei, gehörte zu den dreien, deren Urteil „nur“ auf „lebenslang“ lautete. Alle anderen wurden zum Tode verurteilt. Man beschuldigte sie der Spionage und einer staatsfeindlichen trotzkistisch-zionistischen Verschwörung zum Sturz der Regierung. Als Beweis diente u. a. ihr Kontakt zu dem angeblichen amerikanischen Agenten Noel Field.
Zwischen 1960 und 1963 wurden alle Angeklagten nach und nach in nicht öffentlichen Verfahren rehabilitiert.
Yves Montand musste sich für die Rolle mehr als 15 Kilogramm abhungern. Montand war von dem ungarischen Volksaufstand 1956 erschüttert und sagte später: „Das war eine Art Sühne, die ich mir [für diese Rolle] selber angetan habe.“ Montand hatte bis zur Niederschlagung des Prager Frühlings Sympathien für den Kommunismus.
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