Camille (2013)
In ihrer Einsamkeit erlebt die junge Masseurin Camille einen von Zwängen und Regeln bestimmten Alltag. Nicht in der Lage sich selbst zu akzeptieren, zieht sie sich immer mehr in eine selbsterzwungene Isolation zurück. Camilles kontrolliertes Leben ändert sich erst in der heimlichen Beobachtung ihres Nachbarn, der in ihr sexuelle Phantasien weckt und gibt ihr den Mut zu Veränderung.
- Erscheinungsdatum
- 2013-10-01
- TMDB
- 1.0 / 10 (2)
- Laufzeit
- 1 Std. 12 Min.
- Genres
- Drama
- Regie
- Martin Hawie
Besetzung
- Fritzi Malve Voss — Camille
- Miguel Dagger — Favio
- Florian Anderer — Thomas
- Gisela Berk — Martha
- Isabella Archan — Frau Schuster
- Tufan Düvencioglu — Café Besitzer
- Christine Kättner — Sophie
- Björn Gödde — Gregor
- Demet Fey — Frau Marlies
- Philipp Mantilla — Kellner
- Carsten Keller — Jan
Wissenswertes
Camille ist ein deutsches Filmdrama des peruanisch-deutschen Regisseurs Martin Hawie. Der Film feierte seine Premiere auf den Internationalen Hofer Filmtagen. Camille entstand als Vordiplomfilm an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) und wurde im Rahmen des Förderpreises „Neues deutsches Kino“ nominiert.
Produktion
Camille entstand als Projektfilm an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM). Der Film ist bewusst minimalistisch angelegt und begleitet die Protagonistin Camille in ihrer isolierten Lebenswelt, ihren Fantasien und ihrer Wahrnehmung der Umgebung. Im Mittelpunkt steht das Thema Einsamkeit sowie die Unschärfe zwischen Realität und Fantasie, da offenbleibt, welche Ereignisse real sind und welche Camille in ihrer Vorstellung konstruiert.
Für Regisseur Martin Hawie stellte Camille zugleich sein erstes formales Experiment dar, insbesondere mit langen Einstellungen, einer offenen Rauminszenierung und einer reduzierten Dialogführung. Die Figuren sind weniger realistisch angelegt als vielmehr aus Stimmungen und sensorischen Eindrücken herausentwickelt.
Der Film entstand im Rahmen des Postgraduiertenstudiums an der Kunsthochschule für Medien Köln und wurde mit sehr begrenzten Produktionsmitteln realisiert. Die Umsetzung war nur durch den ehrenamtlichen Einsatz zahlreicher Unterstützerinnen und Unterstützer möglich. Camille markiert zudem den Beginn der Zusammenarbeit zwischen Hawie und dem Komponisten Gregor Keienburg, der seither an allen weiteren Projekten des Regisseurs beteiligt ist.
Camille wurde im Rahmen der 47. Internationalen Hofer Filmtage erstmals aufgeführt und dort positiv aufgenommen. Die Einladung markierte den Beginn der Beziehung zwischen Regisseur Martin Hawie und den Hofer Filmtagen, die zu diesem Zeitpunkt noch von deren Gründer Heinz Badewitz geleitet wurden. In der Folge wurde Hawie erneut eingeladen, als sein Film Toro im Jahr 2015 auf dem Festival gezeigt wurde.
In Deutschland erhielt der Film über den Verleih Missing Films eine FSK-Freigabe ab 16 Jahren.
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