Kollektiv - Korruption tötet

Kollektiv - Korruption tötet (2019)

Colectiv

Bukarest, Oktober 2015: Bei einem Feuer im Club "Colectiv" sterben 27 Menschen, 180 werden verletzt. Warum aber sterben danach so viele an nicht lebensbedrohlichen Verletzungen? Eine Sportzeitung deckt einen Skandal auf.

Erscheinungsdatum
2019-02-13
TMDB
7.5 / 10 (205)
Laufzeit
1 Std. 49 Min.
Genres
Dokumentarfilm
Regie
Alexander Nanau

Besetzung

Wissenswertes

  • Auszeichnungen: 2 · Nominierungen: 5. Darunter: Europäischer Filmpreis/Bester Dokumentarfilm; LUX European Audience Film Award

Kollektiv – Korruption tötet ist ein Dokumentarfilm von Alexander Nanau, der im September 2019 im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Venedig seine Premiere feierte und am 28. Februar 2020 in die rumänischen Kinos kam. Colectiv wurde von Rumänien als Beitrag für die Oscarverleihung 2021 in der Kategorie Bester Internationaler Film eingereicht. Dort wurde er schließlich auch nominiert und erhielt eine weitere Nominierung als bester Dokumentarfilm.

Hintergrund

Nachdem bei dem Brand am 30. Oktober 2015 im Bukarester Nachtclub „Colectiv“ 27 junge Menschen gestorben waren und in den folgenden Monaten weitere 37 der Verwundeten ihren schweren Verbrennungen in Krankenhäusern in Rumänien und im Ausland erlagen, hatte eine Gruppe von Journalisten der Sportzeitung Gazeta Sporturilor angefangen, beginnend bei der Pressekonferenz nach dem Unglück, nachzuhaken, da andere Vertreter der rumänischen Presse dies nich…

Am Tag der Tragödie wurde in dem Club ein Gratiskonzert veranstaltet. Offiziell hätten dort nur ein Fünftel der Gäste sein dürfen, da die Räumlichkeiten lediglich für 80 Menschen zugelassen waren. Als gegen 22:30 Uhr rund 400 junge Leute zur Musik der Metal-Band Goodbye to Gravity feierten, wurde auf der Bühne ein Feuerwerk gezündet.

Camelia Roiu, eine Ärztin der Arși-Klinik in Bukarest, hatte die Missstände in diesem Krankenhaus bereits frühzeitig bekannt gemacht und der Gazeta Sporturilor ein Interview gegeben, in dem sie die Situation als sehr ernst beschrieb, und zwar nicht in letzter Zeit, sondern seit vielen Jahren.

Im Ergebnis zeigten die Recherchen der Gazeta Sporturilor, dass der Tod vieler der Opfer hätte vermieden werden können. Zurückgeführt wurde dies auf Verzögerungen beim Transport der Verwundeten ins Ausland, mangelnde Kapazitäten und unzureichende Bedingungen bei Hygiene und Behandlung in den rumänischen Krankenhäusern.

Ab Mai 2016 fungierte Vlad Voiculescu als technokratischer Gesundheitsminister im Kabinett Cioloș, der Übergangsregierung von Dacian Cioloș. Der Finanzfachmann hatte bis dahin nicht mit Politik zu tun. Unter seiner Federführung billigte die Regierung im August 2016 ein Memorandum, das erhebliche Investitionen in die mangelhafte Krankenhaus-Infrastruktur vorsieht.

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