Es werde Licht!

Es werde Licht! (1917)

A painter with syphilis infects his brother's wife and the child born of their affair.

Erscheinungsdatum
1917-03-02
TMDB
8.0 / 10 (1)
Genres
Drama
Regie
Richard Oswald
Filmreihe
Es werde Licht!

Besetzung

Wissenswertes

Es werde Licht! ist ein von 1916 bis 1918 gedrehter, vierteiliger Filmzyklus von Richard Oswald. Die Filmreihe thematisiert in aufklärerischer wie warnender Form Geschlechtskrankheiten und andere Folgen ungeschützten Sexlebens. Es werde Licht! gilt als der Urvater aller Aufklärungs- und Sittenfilme. In den Hauptrollen spielen Bernd Aldor, Theodor Loos, Werner Krauß, Conrad Veidt und Reinhold Schünzel.

Hintergrund und Produktionsnotizen

Der erste Film entstand, wie es im Begleittext hieß, mit Unterstützung der „Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten, Leitung Professor Blaschko“, der zweite mit Unterstützung der „Ärztlichen Gesellschaft für Sexualwissenschaft“ zu Berlin unter Mithilfe von Iwan Bloch.

Regisseur Oswald initiierte, wie Kay Weniger schreibt, ab „der zweiten Hälfte des 1. Weltkriegs […] ein ureigenes Genre, das seitdem vor allem (ungerechterweise) mit seinem Namen in Verbindung gebracht wurde: den sog. Sitten- oder auch Aufklärungsfilm.

Der erste Teil von Es werde Licht! entstand 1916 und wurde am 25. Januar 1917 im Rahmen einer Pressevorführung erstmals gezeigt. Die Publikumsuraufführung fand am 1. März 1917 im Tauentzienpalast statt. Der zweite, 1917 gedrehte Teil lief am 25. Januar 1918 in demselben Lichtspielhaus an. Es werde Licht!, 3. Teil, wurde zwei Monate darauf erstmals gezeigt, während der vierte kurz nach Kriegsende, am 22.

Die Filmbauten stammen von August Rinaldi, Manfred Noa und Rudolf Dworsky.

Regisseur Oswald, ein unverdrossener Verfechter sexueller Liberalisierung in Deutschland, blieb in seinem filmischen Schaffen auch 1919 dem Thema Sexualität treu. In diesem Jahr entstanden Anders als die Andern (Thematisierung von Homosexualität und § 175) und der Zweiteiler Die Prostitution. Bald forderte selbst die DGBG, die ihm noch zu Beginn seiner Es werde Licht!-Reihe beratend beigestanden hatte, ein schärferes Eingreifen der Filmzensur.

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