Paganini (1990)
Der Film spielt im Europa des 19. Jahrhunderts und begleitet schemenhaft den Violinisten und Komponisten Niccolò Paganini. Den Ausgangspunkt bildet ein Konzert, in dem die Wirkung von Paganinis Musik auf das weibliche Geschlecht deutlich gemacht werden soll. Es schließt sich eine Bilderflut an, die sich hauptsächlich mit der unersättlichen Begierde Paganinis nach Frauen und seinem langsamen Verfall beschäftigt. Der umjubelte Musiker ist chronisch pleite und sein Lebensstil ist gerade der Kirche ein Dorn im Auge. Seine innere Unruhe treibt ihn von Stadt zu Stadt. Sein einziger Ruhepunkt ist sein Sohn Achille. Von ehrlicher Liebe erfüllt, bleibt Achille ihm bis zum Tode treu. Der Film geht nicht biographisch vor. Vielmehr zeigt er die Darstellung der Person Paganini aus Kinskis Sichtweise. Kinski Paganini ist der letzte vollendete Film Klaus Kinskis. Kinski, der das Drehbuch verfasste, spielte die Hauptrolle und übernahm auch die Regie und den Schnitt des Films.
- Erscheinungsdatum
- 1990-05-25
- TMDB
- 5.3 / 10 (30)
- Laufzeit
- 1 Std. 21 Min.
- Genres
- Drama, Musik
- Regie
- Klaus Kinski
Besetzung
- Klaus Kinski — Niccolo Paganini
- Debora Caprioglio — Antonia Bianchi (as Debora Kinski)
- Nikolai Kinski — Achille Paganini
- Dalila Di Lazzaro — Helene von Feuerbach
- Tosca D'Aquino — Angiolina Cavanna
- Bernard Blier — Pater Caffarelli
- Marcel Marceau — Pantomime
- Eva Grimaldi — Marie Anna Elise Bonaparte
- André Thorent — Galvano
- Fabio Carfora — Mr. Watson
- Fjodor Fjodorowitsch Schaljapin — Judge
- Espérance Pham Thai Lan — Gamine (voice)
Wissenswertes
Kinski Paganini ist der letzte vollendete Film Klaus Kinskis, der das Drehbuch verfasste, die Hauptrolle spielte und auch die Regie und den Schnitt des Films übernahm.
Hintergrund und Interpretation
Der Film stellt eine Mischung aus Elementen der historischen Person Paganinis und autobiographischen Elementen Kinskis dar. Mehrere zentrale Themen des Films spiegeln Aspekte aus Kinskis eigenem Leben wider, so die Suche nach der restlosen und ungeteilten Begeisterung des Publikums für den Künstler, ein exzessives Sexualleben und die tiefe Liebe zu seinem Sohn.
Die Person Paganini hat Kinski spätestens seit den 50er Jahren interessiert; er hatte dieses Projekt offenbar bereits mehrfach ins Auge gefasst, bevor er es Ende der 80er Jahre tatsächlich in Angriff nahm.
In dem Dokumentarfilm Mein liebster Feind erzählt Werner Herzog, Kinski habe ihn gebeten, bei Paganini Regie zu führen; er habe jedoch abgelehnt, da das Drehbuch „unverfilmbar“ sei.
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