Hanna K.

Hanna K. (1983)

Israeli attorney Hanna Kaufman's beliefs are challenged when she's appointed to the defense of Selim Bakri. Kaufman, born in the United States to survivors of the Holocaust, has always accepted Israel's right to exist. However, she bears witness to some of its sovereign costs when she meets Bakri, a dispossessed Palestinian man facing serious criminal charges who wants the same thing as his supposed enemies: to reclaim his family home.

Erscheinungsdatum
1983-09-07
TMDB
6.2 / 10 (34)
Laufzeit
1 Std. 45 Min.
Genres
Drama
Regie
Costa-Gavras

Besetzung

Wissenswertes

Hanna K. ist ein französisches Filmdrama von Costa-Gavras aus dem Jahr 1983. Der Film betrachtet das Leben einer US-amerikanisch-jüdischen Anwältin in Israel, in deren Alltag der Nahostkonflikt hineinwirkt. Die Konstellation ihrer Beziehungen steht als Metapher für die politischen Konstellationen in diesem Konflikt. Der Film zeigt gleichermaßen Verständnis für die Interessen israelischer wie auch palästinensischer Personen.

Hintergrund und Stilmittel

Laut Cheryl Rubenberg ist der 1983 produzierte Film Hanna K. der erste Spielfilm über den Israel-Palästina-Konflikt, der auch die palästinensische Seite zeige. Der Regisseur Constantin Costa-Gavras hat diesen Konflikt sowohl auf einer politischen als auch auf der Ebene der Liebesbeziehungen der Figur Hanna dargestellt. Diese Beziehungen sind dabei Metaphern für politisches Handeln im Nahostkonflikt.

Die Figur der Hanna K. ist inspiriert von einer israelischen Anwältin, die sich für die Bürgerrechte konkreter Palästinenser eingesetzt hat. Costa-Gavras entwickelte – inspiriert von Herman Melvilles Novelle Bartleby der Schreiber – die Figur des Selim Bakri, der alles ablehnt, was man ihm anbietet. Dass er das Haus seiner Vorfahren zurückverlangt, ist eine Metapher auf die Forderung der Palästinenser auf einen eigenen Staat.

Costa-Gavras wollte sein Publikum über den politischen Konflikt informieren, er wollte aber auch mit der nahen Kameraführung, den Innenräumen, den Landschaften und den Beziehungen zeigen, in welchen Umgebungen die Menschen im Konfliktgebiet leben. Ihm war nicht wichtig, im Film Spannung aufzubauen, sondern er konzentrierte sich auf die Begegnungen der Figuren in seinem Film. Beide bzw. alle Seiten sollten zu verstehen sein.

Jill Clayburgh, die die Figur der Hanna K. spielt, ist selbst US-amerikanische Jüdin. Nachdem proisraelische Gruppen den Film als antiisraelisch bewerteten, zog sich Clayburgh vorübergehend ins Privatleben zurück.

Auf Wikipedia weiterlesen · Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0. Daten aus Wikidata.

Empfohlen