Schtonk! (1992)
Der Film zum Buch vom Führer
Die Geschichte der angeblich echten Tagebücher von Adolf Hitler. Der Fälscher Fritz Knobel fälscht Tagebücher Hitlers, die nie existiert haben. In dem schmierigen Journalisten Hermann Willié findet er einen willigen Abnehmer. Beide fahren riesige Gewinne ein, dann fliegt der Schwindel auf. Die Geschichte basiert auf dem realen Fall der Hitlertagebücher im Stern, der sich 1983 ereignete.
- Erscheinungsdatum
- 1992-03-12
- TMDB
- 6.9 / 10 (95)
- Laufzeit
- 1 Std. 50 Min.
- Genres
- Komödie, Historie
- Regie
- Helmut Dietl
Besetzung
- Götz George — Hermann Willié
- Uwe Ochsenknecht — Fritz Knobel
- Christiane Hörbiger — Freya von Hepp
- Harald Juhnke — Pit Kummer
- Ulrich Mühe — Dr. Wieland
- Rolf Hoppe — Karl Lentz
- Dagmar Manzel — Biggi
- Veronica Ferres — Martha
- Hermann Lause — Kurt Glück
- Martin Benrath — Uwe Esser
- Georg Marischka — Von Klantz
- Karl Schönböck — August Strasser
Wissenswertes
- Auszeichnungen: 0 · Nominierungen: 2
Schtonk! ist eine satirische deutsche Filmkomödie von Helmut Dietl über die Veröffentlichung der gefälschten Hitler-Tagebücher in der Hamburger Illustrierten Stern 1983. Er wurde 1993 als bester fremdsprachiger Film bei den Oscars und Golden Globes nominiert.
Produktionsnotizen
Die Zeitschrift im Film sollte ursprünglich Expressmagazin heißen. Doch dagegen klagte noch vor Kino-Start die rheinische Boulevard-Zeitung Express und gewann den Prozess. Da die Dreharbeiten bereits abgeschlossen waren, mussten Szenen neu gedreht oder mit Hilfe damals noch völlig neuartiger digitaler Effekte geändert werden. Daher heißt die Zeitung in der endgültigen Filmfassung HHpress.
Schtonk! war einer der ersten Filme, die von der Filmstiftung NRW gefördert wurden.
Der Aufmarsch der Alt-Nazis im Fackelschein zum Schloss wurde auf dem Gelände von Schloss Drachenburg auf dem Drachenfels in Königswinter gedreht. Die Innenaufnahmen des Balls erfolgten in der Kunsthalle von Schloss Drachenburg, in der seinerzeit noch die in den 1970er Jahren hinzugefügte und im Rahmen späterer Restaurierung beseitigte historisierende Treppe vorhanden war.
Der Film verwendet als Filmmusik einerseits populäre Schlager aus der Zeit des „Dritten Reichs“ und der Weimarer Republik (Davon geht die Welt nicht unter, Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh’n, Er heißt Waldemar, gesungen von Zarah Leander; Das gibt’s nur einmal, gesungen von Lilian Harvey), andererseits Musik von Richard Wagner, Hitlers Lieblingskomponisten (Prolog 1.
Die Musik während Williés Reise in die DDR zitiert Wagners Walkürenritt, Die Internationale sowie Felix Mendelssohn Bartholdys Hochzeitsmarsch. Die Aufnahmen für die Darstellung des Ortes Börnersdorf und seines Kirchhofs fanden in Abtsbessingen und Umgebung statt. Hierzu nutzte man u. a. die historischen Grabmale auf dem Abtsbessinger Kirchhof. Weitere Aufnahmen entstanden im Hamburger Hafen.
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