Aheds Knie

Aheds Knie (2021)

הברך

Ein israelischer Filmemacher wirft sich mitten in zwei zum Scheitern verurteilte Kämpfe: den einen gegen den Tod der Freiheit in seinem Land, den anderen gegen den Tod seiner Mutter.

Erscheinungsdatum
2021-08-05
TMDB
6.4 / 10 (39)
Laufzeit
1 Std. 49 Min.
Genres
Drama
Regie
Nadav Lapid

Besetzung

Wissenswertes

Aheds Knie ist ein Filmdrama von Nadav Lapid, das im Juli 2021 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes seine Premiere feierte. Der Film war hier für die Goldene Palme nominiert, und der Regisseur wurde mit dem Preis der Jury ausgezeichnet. Der Kinostart in Deutschland erfolgte am 17. März 2022.

Produktion und Hintergrund

Regie führte Nadav Lapid, der auch das Drehbuch schrieb. Ahed’s Knee ist ein sehr persönlicher Film für ihn. Er begann die Arbeiten am Drehbuch einen Monat nach dem Tod seiner Mutter im Juni 2018, die bei seinen letzten Filmen als Filmeditorin für ihn tätig war. Er schrieb das Drehbuch in zwei Wochen. Eine Folge dieser kurzen Schreibphase sei es gewesen, dass es keine Zeit gab, zu meditieren oder Menschen um Rat zu fragen.

Der kryptisch einfach nur „Y.“ genannt Regisseur im Film ist unverkennbar das Alter Ego von Lapid selbst. Dieser spreche auf diese Weise so direkt zu seinem Publikum, wie es einem Filmemacher in einem fiktiven Werk möglich ist, so Thomas Schultze in Blickpunkt:Film. Wie Regisseur Yud im Film hatte auch Lapid seinen letzten Film bei den Berliner Filmfestspielen vorgestellt, in seinem Fall Synonymes.

Lapid spielt mit dem Titel seines Films zwar einerseits auf eine junge Frau in einem Film von Rohmer an, in erster Linie bezieht sich der Titel jedoch auf das Knie von Ahed Tamimi und deren Geschichte. Im Dezember 2012 wollte ein israelischer Soldat ihren Bruder festnehmen, worauf sie (zu diesem Zeitpunkt 11 Jahre alt) die Faust gegen ihn erhob.

Der Parlamentsabgeordnete Bezalel Smotrich hielt eine andere Strafe für angemessen und twitterte im April 2018: „Meiner Meinung nach hätte sie zumindest eine Kugel in die Kniescheibe bekommen müssen. [...] Das hätte sie für den Rest ihres Lebens unter Hausarrest gestellt.“

Die Erklärung, die Yed im Film unterschreiben muss, verdeutlicht die umstrittene, nationalistische Kulturpolitik der ehemaligen Ministerin Miri Regev, nach der Filmprojekte, die öffentliche Gelder erhalten wollten, inhaltlich überprüft werden mussten.

Auf Wikipedia weiterlesen · Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0. Daten aus Wikidata.

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