Lebenszeichen (1968)
Der Zweite Weltkrieg erschüttert Europa, an der griechischen Peripherie jedoch ist davon wenig zu spüren. Nach einer Rast im Lazarett wird der verwundete Deutsche Stroszek auf die Insel Kos versetzt. Dort soll er sich auskurieren und mit seinen Kameraden Becker und Meinhard über ein Hafenkastell wachen, in dem alte Munitionsbestände gelagert werden. Den ereignislosen Alltag vertreiben sich die Männer mit der Renovierung des Gemäuers und tatsächlich scheint der frisch mit einer Einheimischen vermählte Soldat zur Ruhe zu kommen.
- Erscheinungsdatum
- 1968-07-05
- TMDB
- 6.6 / 10 (53)
- Laufzeit
- 1 Std. 31 Min.
- Genres
- Drama, Kriegsfilm
- Regie
- Werner Herzog
Besetzung
- Peter Brogle — Stroszek
- Wolfgang Reichmann — Meinhard
- Αθήνα Ζαχαροπούλου — Nora
- Wolfgang von Ungern-Sternberg — Becker
- Wolfgang Stumpf — Captain
- Henry van Lyck — Lieutenant
- Julio Pinheiro — Gypsy
- Florian Fricke — Pianist
- Heinz Usener — Doctor
- Achmed Hafiz — Greek resident
- Jannakis Frasakis
- Eleni Katerinaki
Wissenswertes
- Basiert auf: Der tolle Invalide auf dem Fort Ratonneau
- Auszeichnungen: 2 · Nominierungen: 2. Darunter: Silberner Bär/Großer Preis der Jury; Deutscher Filmpreis/Bester Spielfilm
Lebenszeichen ist der erste Spielfilm von Werner Herzog, erschienen 1968. Als Grundlage für die Filmhandlung diente die romantische Erzählung Der tolle Invalide auf dem Fort Ratonneau von Achim von Arnim sowie ein Bericht in der Zeitschrift Der Freymüthige über einen Kriminalfall im Siebenjährigen Krieg. Der Film wurde in Schwarzweiß gedreht.
Hintergrund, Veröffentlichung
Werner Herzogs Großvater Rudolf Herzog arbeitete als Archäologe an der Festung Neratzia, die als Schauplatz dient; sein damals letzter überlebender Mitarbeiter Achmed Hafiz hat einen Auftritt im Film.
Die von Bruno S. in Herzogs gleichnamigen Film von 1977 gespielte Titelfigur trägt ebenfalls den Namen Stroszek. Nach Herzogs Angaben hieß so einer seiner Studienkollegen, der für ihn Aufgaben erledigte. Statt einer Bezahlung versprach er ihm, seinen Namen unsterblich zu machen.
Der Arbeitstitel des Films war Feuerzeichen. Der in den Monaten Juni bis Juli und September 1967 gedrehte Film wurde vom Kuratorium Junger Deutscher Film gefördert und hatte in der Bundesrepublik Deutschland am 25. Juni 1968 Premiere beim IFF in Berlin. Am 5. Juli 1968 wurde er erstmals in München gezeigt. Vorgestellt wurde er zudem im Oktober 1968 als deutscher Beitrag beim New York Film Festival und am 14.
Der Film wurde unter anderem im Rahmen der Zweitausendeins Edition „Der deutsche Film“ unter der Nummer 3/1968 am 22. Juni 2004 von Arthaus auf DVD herausgegeben, am 6. Februar 2009 erschien er bei Kinowelt Home Entertainment.
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