Toubab - Ein erstaunliches Paar (2021)
Toubab
Durch die Jahre in der Haftanstalt gereift, freut sich Babtou auf den Neuanfang mit seinem Kumpel Dennis. Die Freiheit genießen und mit den Bullen nichts zu tun haben! Doch ausgerechnet seine Willkommensparty, auf der alle Jungs aus dem Block versammelt sind, endet mit einem Polizeieinsatz. Babtou hat die Hände wieder in Handschellen und wird mit einer dramatischen Nachricht konfrontiert. Er soll in Kürze in sein “Heimatland”, den Senegal ausgewiesen werden. Um eine Abschiebung in letzter Minute zu verhindern, sind Babtou und Dennis zu allem bereit.
- Erscheinungsdatum
- 2021-09-23
- TMDB
- 6.2 / 10 (25)
- Laufzeit
- 1 Std. 37 Min.
- Genres
- Komödie
- Regie
- Florian Dietrich
Besetzung
- Farba Dieng — Babtu
- Julius Nitschkoff — Dennis
- Seyneb Saleh — Yara
- Valerie Koch — Astrid Zeug
- Michael Maertens — Horst Ruppert
- Burak Yiğit — Semin
- Nina Gummich — Manu
- Uwe Preuss — Siggi
- Steffen Jung — Polizist
- Tamer Arslan — Paco
- Tugyan Baris — Esma
- Christopher Vantis — Matsch
Wissenswertes
Toubab ist ein Film von Florian Dietrich, der am 23. September 2021 in die deutschen Kinos kam. Im Film heiratet der gerade aus der Haft entlassene Babtou, gespielt von Farba Dieng, seinen Kumpel Dennis, gespielt von Julius Nitschkoff, um einer drohenden Abschiebung in den Senegal zu entgehen.
Produktion
Regie führte Florian Dietrich, der gemeinsam mit Arne Dechow auch das Drehbuch schrieb. Es handelt sich bei Toubab um Dietrichs Abschlussprojekt an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin und gleichzeitig sein Spielfilmdebüt.
Laut den beiden Filmemachern ist die Idee zu Toubab aus Begegnungen mit jungen Strafgefangenen entstanden, mit denen Dietrich und Dechow in der JVA Wiesbaden bei Theater- und Kunstprojekten zusammengearbeitet hatten. Einige der Jugendlichen hätten ein Abschiebungsverfahren „am Hals gehabt“, obwohl sie in Deutschland geboren worden seien (was jedoch gesetzlich keinen Ausschließungsgrund darstellt).
In den Hauptrollen von Babtou und Dennis sind Farba Dieng und Julius Nitschkoff zu sehen. Der Name Babtou ist Back Slang, eine kodierte Sprache, in der das geschriebene Wort phonemisch rückwärts gesprochen wird, in diesem Fall Verlan für den im Filmtitel genannten „Toubab“ (für „Weißer Mann“ oder „Der Weiße“). Valerie Koch und Michael Maertens spielen Astrid Zeug und Horst Ruppert, die beiden Ermittler von der Ausländerbehörde.
Gedreht wurde der Film von Anfang Juli bis Anfang August 2018 in Frankfurt am Main, Darmstadt und Umgebung, unter anderem in einer Plattenbausiedlung in Darmstadt-Kranichstein und einer Werkstatt in Frankfurt. Der Arbeitstitel war Manche lernen's nie, ein anderer Arbeitstitel lautete Homies. Als Kameramann fungierte Max Preiss. Er und der Regisseur waren während einer ersten Location-Tour auf Kranichstein als idealen Hauptdrehort gestoßen.
Bei der digitalen Ausgabe des Marché du film, dem Festivalmarkt der Internationalen Filmfestspiele von Cannes, wurde der Film im Juni 2020 vorgestellt. Seine Premiere feierte der Film im September 2020 im Rahmen der Filmkunstmesse Leipzig. Der deutsche Kinostart erfolgte am 23. September 2021. Anfang April 2022 wurde er beim Music & Cinema Festival in Aubagne und im weiteren Verlauf des Monats beim Filmfest Bremen gezeigt.
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