Der Oberst und ich

Der Oberst und ich (2006)

Mon colonel

Nachdem der Oberst a. D. Duplan erschossen wurde, erhält das Militär Post: Es sind alte Tagebucheinträge von Lieutenant Guy Rossi aus der Zeit des Algerienkriegs (1954-1962). Der idealistische Rossi war Duplan in Saint-Arnaud unterstellt. Er schildert die grausame Vorgehensweise seines Vorgesetzten, der auch vor Folter und Selbstjustiz nicht zurückschreckte, um Rebellen niederzuschlagen. Je mehr sich Lieutenant Galois in Rossis Aufzeichnungen vertieft, desto näher kommt sie Duplans Mörder…

Erscheinungsdatum
2006-11-15
TMDB
6.8 / 10 (11)
Laufzeit
1 Std. 44 Min.
Genres
Krimi, Drama, Historie, Kriegsfilm
Regie
Laurent Herbiet

Besetzung

Wissenswertes

Der Oberst und ich ist ein vor dem historischen Hintergrund des Algerienkriegs spielender Kriminalfilm aus dem Jahr 2006, der in französisch-belgischer Koproduktion entstand. Als literarische Vorlage diente der gleichnamige Roman von Francis Zamponi.

Hintergrund

Der Oberst und ich war der erste Langfilm und der bisher einzige Kinofilm, den der vor allem als Regieassistent tätige Laurent Herbiet (* 1961) eigenständig inszenierte. Als Inspirationsquelle diente der mit dem Goldenen Löwen prämierte Antikriegsfilm Schlacht um Algier (1966) von Gillo Pontecorvo, der in Frankreich zunächst verboten war.

Im Jahr 2003 wurde die Rolle des Obersts Olivier Gourmet angeboten, der sofort zusagte und daraufhin 27 Kilogramm für die Rolle abnahm. Der Schauspieler Mathieu Kassovitz wiederum zeigte nach dem Lesen des Drehbuchs großes Interesse an der Rolle des Leutnants Guy Rossi. Ehe jedoch die Produktion des Films ins Rollen kam, war Kassovitz anderweitig verpflichtet, sodass Robinson Stévenin die Rolle erhielt.

Die Dreharbeiten fanden größtenteils in Algerien und Paris statt. Die Aufnahmen, die das französische Verteidigungsministerium zeigen, entstanden im Palais du Luxembourg, dem Sitz des französischen Senats. Um in Algerien drehen zu können und nicht auf Tunesien oder Marokko ausweichen zu müssen, wo sich die Architektur deutlich von der Algeriens unterscheidet, wartete man zwei Jahre mit den Dreharbeiten, bis die politische Lage in Algerien einen D…

Die zahlreichen dort entstandenen Rückblenden des Films, die im Algerien der 1950er Jahre spielen, wurden dabei in Schwarz-Weiß gedreht, um sie auf diese Weise deutlich von den in Farbe gedrehten Szenen abzuheben, die in Frankreich im Jahr 1993 spielen, und es so auch dem Zuschauer einfacher zu machen, sich zeitlich zurechtzufinden. Als Szenenbildner kamen Alexandre Bancel und Ramdane Kacer zum Einsatz. Die Kostüme entwarf Edith Vesperini.

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