Nahschuss

Nahschuss (2021)

Der junge Franz Walter hat gerade an der Humboldt-Universität promoviert, als er ein attraktives Angebot vom Auslandsnachrichtendienst der DDR erhält. Geblendet von den vielen Vorzügen, die der neue Job mit sich bringt, nimmt Franz das Angebot an. Gemeinsam mit seiner Freundin Corina genießt er zunächst das neue Leben. In seinem Vorgesetzten Dirk findet Franz einen ihm wohlgesinnten Mentor, der ihm während der gemeinsamen Auslandseinsätze in der BRD mit Rat und Tat zur Seite steht. Zunächst scheinen Franz’ Missionen lediglich dem Informationsbedarf der DDR zu dienen, doch dieser wird bald größer und monströser. Als Franz bei seinen Arbeitsaufträgen plötzlich zu Mitteln greifen muss, die er nicht länger mit seinem Gewissen vereinbaren kann, entschließt er sich auszusteigen – doch der Geheimdienst will ihn nicht gehen lassen. Bald ist Franz bereit alle Grenzen zu überschreiten – und Alles zu riskieren. Franz’ Überlebenskampf gegen ein erbarmungsloses System beginnt.

Erscheinungsdatum
2021-08-12
TMDB
6.2 / 10 (63)
Laufzeit
1 Std. 51 Min.
Genres
Drama, Thriller
Regie
Franziska Stünkel

Besetzung

Wissenswertes

Nahschuss ist ein Filmdrama von Franziska Stünkel, das am 12. August 2021 in die deutschen Kinos kam. Der Film ist von der Lebensgeschichte des Werner Teske inspiriert, des letzten Hinrichtungsopfers in der DDR.

Produktion

Regie führte Franziska Stünkel, die auch das Drehbuch schrieb. Sie erzählt chronologisch, unterbricht den Verlauf der Geschichte aber immer wieder, um Franz Walters Prozess zu zeigen, an dessen Ende der titelgebende „unerwartete Nahschuss“ steht.

Ausgangspunkt für das Drehbuch war ein Zeitungsartikel, durch den Stünkel erfuhr, dass es die Todesstrafe in der ehemaligen DDR gab. Sieben Jahre lang arbeitete sie an Stoff und Drehbuch. Sie recherchierte lange, um die Geschichte mit Komplexität und Mehrdimensionalität zu erzählen und nicht nur dem Thema, sondern auch der Geschichte des Menschen, der dahinter steht, gerecht zu werden.

Der Film erhielt Förderungen von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Film- und Medien Stiftung NRW, der nordmedia Fonds GmbH Niedersachsen und Bremen, der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein GmbH und vom Deutschen Filmförderfonds.

Lars Eidinger spielt in der Hauptrolle den Ingenieur Franz Walter, Luise Heyer seine Ehefrau Corina Walter. Devid Striesow spielt Dirk Hartmann. In weiteren Rollen sind Moritz Jahn als Renner, Peter Benedict als Rechtsanwalt Schreiber, Hendrik Heutmann als Bernd und Inka Löwendorf als Anja Hartmann zu sehen.

Gedreht wurde ab November 2019 unter anderem in Berlin, hier an historischen Orten wie dem ehemaligen Gelände des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR in der Normannenstraße und der früheren Untersuchungshaftanstalt Berlin-Hohenschönhausen. Zuletzt fanden Aufnahmen in Lünen statt, bevor die Dreharbeiten im Dezember 2019 nach 24 Drehtagen endeten. Als Kameramann fungierte Nikolai von Graevenitz.

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