Andor Hirsch

Andor Hirsch (2025)

Árva

Budapest, 1957. Nach dem gescheiterten Aufstand gegen das kommunistische Regime wächst der jüdische Junge Andor bei seiner Mutter mit idealisierten Geschichten über seinen verstorbenen Vater auf. Als plötzlich ein brutaler Mann auftaucht und behauptet, sein wahrer Vater zu sein, wird seine Welt auf den Kopf gestellt. Die Chronik eines Kindes, das sich der Wahrheit über seine Herkunft stellt: Andor Hirsch zeichnet die Geschichte einer Familie nach, die von einigen der dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts überschattet ist. Vom verheerenden Trauma des Holocaust bis hin zur autoritären Herrschaft des Kommunismus entfaltet Nemes’ neuester Film eine tief bewegende Konfrontation mit Identität, Erinnerung und dem fragilen Prozess, zu sich selbst zu finden.

Erscheinungsdatum
2025-10-23
TMDB
6.1 / 10 (15)
Laufzeit
2 Std. 13 Min.
Genres
Drama
Regie
László Nemes

Besetzung

Wissenswertes

Andor Hirsch ist ein ungarisches Filmdrama von László Nemes. Die Koproduktion von Ungarn, Frankreich, Deutschland und dem Vereinigten Königreich spielt nach dem Zweiten Weltkrieg und nach dem Volksaufstand von 1956 in Ungarn. Der Film feierte Ende August 2025 bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig seine Premiere, wo er im Hauptwettbewerb um den Goldenen Löwen gezeigt wurde. Ende Oktober 2025 kam er in die ungarischen Kinos und Mitte Mai 2026 in die deutschen. Andor Hirsch wurde von Ungarn als Beitrag für die Oscarverleihung 2026 als bester Internationaler Film eingereicht.

Produktion

Regie führte László Nemes, der gemeinsam mit Clara Royer auch das Drehbuch schrieb. Der Film ist von Nemes’ eigener Familiengeschichte inspiriert, der als Sohn des ungarischen Filmregisseurs András Jeles und der jüdisch-ungarischen Mutter Anikó Kiss in Budapest geboren wurde. Bei Andor Hirsch handelt es sich nach Son of Saul von 2015 und Sunset von 2018 um den dritten Spielfilm des ungarischen Regisseurs.

Der Film erhielt Förderungen vom Ungarischen Filminstitut, von ARTE Grand Accord, dem BFI Global Screen Fund und dem Centre national du cinéma et de l’image animée. Zudem erhielt er vom Medienboard Berlin-Brandenburg eine Produktionsförderung in Höhe von 200.000 Euro und in gleicher Höhe eine finanzielle Unterstützung von der Filmförderungsanstalt.

Die Hauptrolle besetzte Nemes mit Barabás Bojtorján. Er spielt den 12-jährigen Andor. Bojtorján wurde nach dem Vorsprechen von mehr als 10.000 Kindern in Ungarn, Siebenbürgen und Transkarpatien für die Rolle ausgewählt. „Schon bei den Vorsprechen war klar, dass er die Figur genau verstand und die Aufgaben instinktiv anging.

Die deutsche Synchronisation entstand nach einem Dialogbuch und der Dialogregie von Cora Mainz im Auftrag der K13 Studios Berlin GmbH.

Die Kostüme wurden von Andrea Flesch entworfen. Das Szenenbild gestaltete Márton Ágh.

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