Maskerade

Maskerade (1934)

Liebesgeschichte im Alt-Wiener Gesellschaftsmilieu: Ein bekannter Maler bewegt eine Dame der Gesellschaft dazu, ihm Modell zu stehen. Das Bild gerät in die Zeitung, es kommt zu Komplikationen, die schließlich jedoch für den Maler und ein Mädchen aus dem Volk zum Happy-End führen. Anmutig und mit feinem Humor inszeniert.

Erscheinungsdatum
1934-09-27
TMDB
5.7 / 10 (10)
Laufzeit
1 Std. 30 Min.
Genres
Komödie, Liebesfilm
Regie
Willi Forst

Besetzung

Wissenswertes

  • Gedreht in: Wien

Maskerade ist ein 1934 gedrehter österreichischer Film und gilt als ein Klassiker des deutschsprachigen Films.

Hintergrund

Paula Wessely galt spätestens seit ihrem Triumph als Rose Bernd 1932 als der Theaterstar des deutschsprachigen Raums. Dass sie als „unfotografierbar“ galt, da sie nicht dem damals gängigen Schönheitsideal entsprach, dürfte allerdings nicht ganz zutreffen. Bereits Ende 1932 erhielt Wessely erste Filmangebote, schlug diese jedoch aufgrund mangelnder Eignung der Stoffe vorerst aus.

Forst und sein Drehbuchautor Walter Reisch fassten zusammen mit dem Produzenten Oskar Pilzer von der Wiener Tobis-Sascha den Entschluss, eine vollkommen auf Wessely zugeschnittene Handlung zu entwerfen, wie Forst in seinen posthum veröffentlichten Lebenserinnerungen berichtete. In einer Schlüsselszene hatte sie die Worte zu sagen: „So ein Künstler kann doch ganz andere Frauen haben.

Im Februar 1934, mitten im Österreichischen Bürgerkrieg, stellten Walter Reisch und Willi Forst im Wiener Hotel Kranz-Ambassador das Drehbuch zu Maskerade fertig. Die männliche Hauptrolle wollte Forst ursprünglich mit Rudolf Forster besetzen, doch als dieser absagte entschied er sich auf Vorschlag der UFA für Wohlbrück. Es war erst der zweite Film in dem Willi Forst Regie führte, gilt aber dennoch als eines seiner Meisterwerke. Am 20.

Da die Mikrophone zu dieser Zeit noch nicht sehr empfindlich waren, mussten diese so nahe wie möglich an die Schauspieler herangebracht werden. Wegen des Bildausschnittes und wegen der Schatten, die Mikrophone bei Scheinwerferbeleuchtung geworfen hätten, wurden diese in vielen Szenen hinter allen möglichen Gegenständen wie Sesseln, Bücherstapeln und Vasen versteckt.

Wesentlich zur Wirkung des Films trug auch der als „Kameravirtuose“ geltende Franz Planer mit seinen bewegten und lichtmäßig schönen Einstellungen bei. Mit dem Architekten und Lehrer der Kunstgewerbeschule Oskar Strnad war ein Prominenter der Wiener Kunstszene für die Ausstattung zuständig. Emil Stepanek stand ihm als erfahrener Filmarchitekt zur Seite.

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