Kriegerin

Kriegerin (2011)

Die Kriegerin Marisa ist Anfang 20, Neonazi und rast durch ihre Welt wie ein offenes Rasiermesser. Sie ist aggressiv und schlägt zu, wenn ihr jemand dumm kommt. Sie hasst Ausländer, Politiker, den Kapitalismus, die Polizei und alle anderen, denen sie die Schuld daran gibt, dass ihr Freund Sandro im Knast sitzt und dass alles um sie herum den Bach runter geht: Ihr Leben, ihre Stadt, das Land und die ganze Welt. Dieser Sommer hält noch mehr Ärger für Marisa parat: Die bürgerliche Svenja drängt in Marisas Clique und der afghanische Flüchtling, Rasul sucht sich ausgerechnet ihren Badesee zum Schwimmen aus. Als die Welten der Drei aufeinander prallen, setzt sich eine Kette von Ereignissen in Gang, die ihr Leben auf den Kopf stellt.

Erscheinungsdatum
2011-06-28
TMDB
6.7 / 10 (142)
Laufzeit
1 Std. 46 Min.
Genres
Drama
Regie
David Wnendt

Besetzung

Wissenswertes

Kriegerin ist ein deutscher Spielfilm von Regisseur David Wnendt über den Neonazismus in Deutschland. Er wurde beim Filmfest München 2011 uraufgeführt. Der Kinostart in Deutschland war am 19. Januar 2012.

Hintergrund

Gedreht wurde der Film im August und September 2010 in Sachsen und Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Es ist David Wnendts Regiedebüt und sein Diplomfilm. Er studierte an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam. Dem Film ging eine zweijährige Recherche voraus, währenddessen sich der Regisseur intensiv mit der Szene auseinandersetzte und Interviews mit Neo-Nazi-Gang-Mitgliedern führte.

Die Endsequenz des Films wurde am Strand hinter dem Seebad Prora gedreht.

Während einer Party sieht sich die Gruppe im Film den Propagandafilm Der ewige Jude an. Die gewaltverherrlichenden Nazisongs für Kriegerin schrieb der Musiker Johannes Repka speziell für den Soundtrack und spielte sie mit Mitgliedern von Oi!-Punk-Bands ein. Die Musiker distanzieren sich im Abspann von den Liedern. Eine Veröffentlichung der Stücke ohne Filmbilder wurde vertraglich ausgeschlossen.

Auf Wikipedia weiterlesen · Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0. Daten aus Wikidata.

Empfohlen