Evolution

Evolution (2021)

Evolúció

Über drei Generationen folgt EVOLUTION dem Schicksal einer jüdischen Familie von 1945 bis heute.

In einer verlassenen Gaskammer wird ein kleines Mädchen gefunden, das auf wundersame Weise überlebt hat. Jahrzehnte später in Budapest wird Éva, schon etwas dement, von ihrer Tochter Léna nach Geburtsurkunden und Ausweispapieren gefragt – doch alle offiziellen Dokumente, die sie besitzt, sind gefälscht, um ihre jüdische Herkunft zu verbergen. Und dann ist da noch Évas Enkel Jonás. Er ist gerade mit seiner Mutter nach Berlin gezogen und weiß gar nicht mehr, wer oder was er ist – nur das weiß er: dass er sich als Jude in der Schule ausgeschlossen fühlte. Éva, Léna, Jonas: Großmutter, Mutter und Sohn, gleichzeitig Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Erscheinungsdatum
2021-08-01
TMDB
5.9 / 10 (29)
Laufzeit
1 Std. 37 Min.
Genres
Drama
Regie
Mundruczó Kornél

Besetzung

Wissenswertes

Evolution ist ein Filmdrama von Kornél Mundruczó, das im Juli 2021 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes seine Premiere feierte, wo der Film in der Sektion Cannes Première gezeigt wurde.

Produktion

Der Film erzählt laut den Machern „eine Geschichte, die tief in die psychologischen Untiefen des Holocausts, des Traumas, der persönlichen Identifikation und schlussendlich des wachsenden Antisemitismus in einer scheinbar liberalen Gesellschaft eindringt“. Regie führte Kornél Mundruczó. Das Drehbuch schrieb Kata Wéber, die Lebensgefährtin Mundruczós.

Mundruczó und Wéber schöpften aus ihren persönlichen Familienerfahrungen, um Evolution zu machen, in dem sie erforschen, was es bedeutet, im modernen Deutschland jüdisch zu sein. „Ab 1945 in Budapest ist die Geschichte von der Geschichte meiner Mutter inspiriert, und in der Berliner Sektion basiert sie auf unseren und den Erfahrungen unserer Freunde, die nach Berlin gezogen sind“, erklärte Wéber.

Mundruczó und Wéber hatten bei der Ruhrtriennale bereits das Musiktheaterstück Evolution vorgestellt, das hier im September 2019 uraufgeführt wurde. Dieses entstand auf der Grundlage von Requiem des österreichisch-ungarischen Komponisten György Ligeti. Zu den beteiligten Schauspielern des Proton Theaters, Mundruczós unabhängiger Theaterkompanie, gehörten im Stück Lili Monori, Annamária Láng, László Katona, Harald Kolaas und Roland Rába.

Die drei Abschnitte des Films sind nach den Figuren „Éva“, „Léna“ und „Jonás“ benannt, in denen diese als Protagonisten in Erscheinung treten. Im Film sind auch wieder die Schauspielerinnen Monori als Éva, Láng als Léna und auch Katona, Kolaas und Rába von der Aufführung des Proton Theaters zu sehen. Die Nachwuchsschauspieler Padmé Hamdemir und Goya Rego spielen Yasmin und Jonás, die im Zentrum des dritten und längsten Teil des Films stehen.

Der Film wurde von Mundruczós Proton Cinema gemeinsam mit The Match Factory produziert. Das Projekt erhielt von der Mitteldeutschen Medienförderung eine Produktionsförderung in Höhe von 250.000 Euro und von der Film- und Medienstiftung NRW eine Low-Budget-Film Förderung in Höhe von 50.000 Euro.

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