Kolberg

Kolberg (1945)

In Deutschland fallen nach der Niederlage von Jena und Auerstädt die meisten Festungen, andere öffnen freiwillig den französischen Truppen die Tore. Die Stadt Kolberg unter dem Triumvirat Gneisenau, Schill und Bürgermeister Nettelbeck wagt den Widerstand. Die Zusammenarbeit der drei Männer bringt Hoffnung. Sie schaffen eine funktionierende Bürgerwehr und mit Kanonen ausgerüstete Erdbefestigungen. Als die französischen Truppen auf die Stadt zumarschieren, kann Gneisenau sie vor der Stadt aufhalten. Doch es ist ein sinnloses Durchhalten von Bürgern gegen die Übermacht der Truppen Napoleons. Erst die Schlacht bei Friedland bringt die Wende. Der Friede von Tilsit erzwingt den Waffenstillstand. Schill verlässt die Stadt, und nur sechs Jahre später wird Gneisenau zum entscheidenden Gegenspieler Napoleons.

Erscheinungsdatum
1945-01-30
TMDB
6.1 / 10 (12)
Laufzeit
1 Std. 51 Min.
Genres
Kriegsfilm, Historie, Drama
Regie
Veit Harlan

Besetzung

Wissenswertes

  • Auszeichnungen: 1 · Nominierungen: 0. Darunter: Film der Nation

Kolberg ist ein 1943 bis 1944 gedrehter deutscher Historienfilm des Regisseurs Veit Harlan, der als Propagandafilm in der letzten Phase des Zweiten Weltkriegs den Durchhaltewillen der Deutschen stärken sollte. Er entstand im Auftrag und unter der Aufsicht des Propagandaministers Goebbels. Der Film bezog sich auf die erfolgreiche Verteidigung Kolbergs im Jahr 1807 und sollte die Auflehnung gegen einen übermächtigen Feind symbolisieren.

Produktion

Goebbels ordnete in einem Schreiben an Harlan vom 1. Juni 1943 den Film an und führte dabei die gewünschte propagandistische Funktion des Films aus:

Gedreht wurde der Film vom 22. Oktober 1943 bis zum August 1944 in der Ufastadt Babelsberg. Die Außenaufnahmen entstanden in Kolberg, Königsberg, Berlin und Umgebung.

Der dreizehnte deutsche Farbfilm war zugleich der einzige „durch und durch propagandistische Spielfilm“ und mit 8,8 Millionen Reichsmark Produktionskosten der teuerste, den die nationalsozialistische Filmpolitik hervorbrachte. Es wirkten tausende Soldaten der Wehrmacht als Statisten mit sowie mehr als tausend Pferde, was angesichts der schwierigen Kriegslage einen gewaltigen Aufwand bedeutete.

Goebbels ließ den Film nach Fertigstellung erheblich kürzen, weil er in Anbetracht der verheerenden Bombenangriffe auf deutsche Städte die aufwändigen Szenen, in denen Kolberger Bürger von der übermächtigen Artillerie Napoleons dahingemetzelt werden, dem deutschen Zuschauer nicht zumuten wollte.

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