Der Bockerer

Der Bockerer (1963)

Karl Bockerer ist ein Wiener Original. Er überlebt die "große Zeit" - zu seinem Leidwesen hat er am gleichen Tag Geburtstag wie der "Führer" -, in dem er sich dümmer stellt als er ist, entlarvt durch echte und vorgetäuschte Naivität immer wieder die Verlogenheit und Verkrampftheit des epochalen Unfugs in seinem Umfeld. Wo Schweijk das herrschende System als scheinbarer Mitläufer ad absurdum führte, schwimmt der Wiener Metzgermeister gegen den Strom. Und er ist nicht allein, hat Familie und Freunde. Seine persönliche Tapferkeit schützt ihn weder vor der Rebellion im eigenen Haus noch vor dem Schrecken des totalen Kriegs ...

Erscheinungsdatum
1963-01-26
Laufzeit
2 Std. 24 Min.
Genres
Komödie, Drama, TV-Film
Regie
Michael Kehlmann

Besetzung

Wissenswertes

  • Basiert auf: Der Bockerer

Der Bockerer ist ein Fernsehfilm aus dem Jahr 1963 unter der Regie von Michael Kehlmann.

Produktion

Die Verfilmung des Theaterstückes gleicht einem Fernsehspiel. Die Rollen wurden fast gänzlich mit Schauspielern aus dem Wiener Volkstheater besetzt, von denen viele unbekannt waren, und die Szenen wirken ebenso kulissenhaft wie im Theater – selbst die wenigen Situationen im Freien wurden im Studio gedreht.

Der Schwarz/Weiß-Film war ein großer Erfolg, geriet aber bald in Vergessenheit, denn er war weniger auf Unterhaltung ausgelegt: Kehlmann lag mehr daran, die Intention der Autoren umzusetzen, die das Stück als eine satirisch-kritische Posse im Stil von Hašeks Schwejk sahen.

Fritz Muliar war damals weitgehend unbekannt und eher Theaterbesuchern ein Begriff. Obwohl Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk erst Anfang der 1970er abgedreht wurden, glaubt man bei manchen Szenen in Muliar bereits den Schwejk zu erkennen. Hervorzuheben ist auch Carl Merz in der Rolle des Dr. Rosenblatt; Merz hatte kurz davor mit Helmut Qualtinger den legendären Herrn Karl geschrieben.

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