Eami, der Geist des Waldes (2022)
Eami
Reise in den paraguayischen Amazonas-Regenwald, den Gran Chaco, aus dem das indigene Volk der Ayoreo aufgrund intensiver Rodung vertrieben wurde. Der Dokumentarfilm zeigt die Exilerfahrung des einst hier beheimateten Volkes, das nun anderswo leben muss. Filmemacherin Paz Encina erzählt die auf mündlichen Ayoreo-Berichten beruhende Geschichte des Jungen Eami. Der Gran Chaco hat die weltweit höchste Rodungsquote. In diesem Gebiet werden zurzeit 25.000 Hektar Wald monatlich gerodet, das heißt durchschnittlich 841 Hektar Wald pro Tag und 35 Hektar pro Stunde. Nur dank eines Schutzgebietes, das der Gemeinschaft der Totobiegosode offiziell zugesprochen wurde, ist überhaupt etwas vom Wald übriggeblieben. Die Ureinwohner nennen diese Ansiedlung „Chaidí“: „Ort der Ahnen“ oder „Ort, an dem wir immer gelebt haben“. Heute ist er Teil des Natur- und Kulturerbes der Ayoreo-Totobiegosode .
- Erscheinungsdatum
- 2022-06-03
- TMDB
- 5.8 / 10 (9)
- Laufzeit
- 1 Std. 14 Min.
- Genres
- Drama, Dokumentarfilm
- Regie
- Paz Encina
Besetzung
- Anel Picanerai
- Curia Chiquejno Etacoro
- Ducubaide Chiquenoi
- Basui Picanerai Etacore
- Lucas Etacori
- Guesa Picanerai
- Lazaro Dosapei Cutamijo
- Aníbal Ortíz — Paraguayan Men
Wissenswertes
- Auszeichnungen: 0 · Nominierungen: 1
Eami, der Geist des Waldes ist ein Filmdrama von Paz Encina, das im Januar 2022 beim International Film Festival Rotterdam seine Premiere feierte. Der Film handelt von einem jungen Mädchen vom Ureinwohnerstamm Ayoreo Totobiegosode, das nach der Zerstörung seines Dorfes seine gewohnte Umgebung verlassen muss. EAMI wurde von Paraguay als Beitrag für die Oscarverleihung 2023 als bester Internationaler Film eingereicht.
Hintergrund
Die Geschichte spielt im paraguayischen Gran Chaco, dem Gebiet mit der höchsten Entwaldungsrate der Welt. Dort werden monatlich 25.000 Hektar Wald abgeholzt, was einem Durchschnitt von 841 Hektar pro Tag oder 35 Hektar pro Stunde entspricht. Reste sind in einem Reservat erhalten geblieben, das den Mitgliedern des Totobiegosode-Volks gehört.
Der Gran Chaco ist nach dem Amazonas die zweitgrößte Waldregion in Südamerika. Er erstreckt sich über den Norden von Argentinien, den westlichen Teil Paraguays und den Südosten von Bolivien und Brasilien. Die Trockenwälder im paraguayischen Teil des Savannengebietes werden abgeholzt und zu Holzkohle für den Export verarbeitet.
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