Das Glück (1935)
Счастье
Der vom Pech verfolgte Bauer Chmyr gerät von einer Bredouille in die nächste. Das Glück, auf dessen Suche er geht, scheint ihm nicht wohlgesonnen: Zwar findet er einen Beutel voll Geld, aber daraus erwachsen ihm nur neue Probleme. Chmyr muss sich gegen Diebe, Priester, Bauern, Soldaten, Kaufleute und sogar gegen den Zaren behaupten. Die Ausbeutung eines Bauernpaares durch Großgrundbesitzer und Popen endet erst nach der Oktoberrevolution durch die Einführung der Kolchosen-Wirtschaft. Chaplineske Stummfilmkomödie (!), die ihre politische Botschaft mit satirischem Witz und filmischem Raffinement vermittelt. Erster Kinofilm des sowjetischen Regisseurs Aleksandr Medwedkin, von S. M. Eisenstein hochgelobt, aber bei Kritik und Publikum seinerzeit wenig erfolgreich. Inszenatorisch bedient sich der Film der Mittel der Farce und der Burleske, nimmt Anleihen beim Surrealismus und beim Expressionismus. Er gilt als einer der originellsten Filme des sowjetischen Kinos.
- Erscheinungsdatum
- 1935-03-15
- TMDB
- 5.7 / 10 (32)
- Laufzeit
- 1 Std. 35 Min.
- Genres
- Komödie, Drama
- Regie
- Александр Медведкин
Besetzung
- Pyotr Zinovyev — Khmyr
- Елена Егорова — Anna Khmyrova
- Виктор Кулаков
- Николай Черкасов
- Михаил Гипси — Taras Platonovich
- Любовь Ненашева — Nun
- В. Лаврентьев
- V. Uspensky
- G. Mirgorian
Wissenswertes
Das Glück ist eine sowjetische Filmkomödie von Alexander Medwedkin aus dem Jahr 1935, den die staatliche Produktionsgesellschaft Wostokfilm realisierte. Medwedkin verfasste auch das Drehbuch dazu. Die Photographie besorgte Gleb Trojanski. Das Bühnenbild schuf Alexei Utkin.
Hintergrund
Alexander Medwedkin (1900–1989) reiste mit einem „Filmzug“, der mit einer kompletten filmtechnischen Ausstattung von der Kamera über Kopiermaschinen bis zu einem Tricktisch für Zwischentitel und Animation ausgerüstet war, in den 1930er Jahren durch Russland. Die Absicht war, vor Ort aktuelle Aufnahmen der jeweiligen Gegend und ihrer Bewohner zu machen und ihnen diese nach Bearbeitung im Zug dann vorzuführen.
Oft kamen dabei jedoch satirische Streifen heraus, die bald den staatlichen Autoritäten auf- bzw. missfielen, so dass das Vorhaben schließlich verboten wurde.
Auch sein Film Das Glück, in welchem er das ländliche Kolchosenleben grotesk und witzig schildert, fiel letztlich der Zensur zum Opfer. Er wurde erst ein Jahr nach Fertigstellung zur Aufführung freigegeben. Der Film ist das einzige überlieferte Dokument des »ersten sowjetischen Kino-Zuges«.
Das Glück wurde am 15. März 1935 in der Sowjetunion uraufgeführt, in den USA erst am 7. April 1935. Er lief auch unter dem Alternativtitel Die Habsüchtigen / Стяжатели / Stjaschateli.
In Deutschland erlebte er seine Premiere erst am 10. Dezember 1970 im Fernsehen auf Hessen 3, dann am 26. September 2003 auf dem Kulturkanal ARTE in restaurierter Fassung. Die neue Musik zur restaurierten Fassung komponierte der Italiener Mauro Coceano, der sie 2003 auch mit seinem Ensemble einspielte.
Auf Wikipedia weiterlesen · Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0. Daten aus Wikidata.
Empfohlen
- SubUrbia 1997 · ★ 6.2
- CQ 2001 · ★ 5.9
- Landline 2017 · ★ 6.2
- Tyler Perry's Madea on the Run - The Play 2017 · ★ 7.5
- Bühne des Lebens 2016 · ★ 6.4
- On Becoming a Guinea Fowl 2024 · ★ 7.5
- Abgeschleppt - Zu Liebe gehört mehr als Sex 2020 · ★ 6.3
- Siebenmal lockt das Weib 1967 · ★ 6.3
- Somewhere in Queens 2023 · ★ 6.3
- Family Weekend 2013 · ★ 6.3
- Der schrille Klang der Freiheit 2019 · ★ 6.8
- Savage House 2026 · ★ 7.0