Salomé (1923)
Salome, Stieftochter des Herodes, will den gefangen gehaltenen Propheten Jochanaan sehen und verliebt sich in ihn. Weil Jochanaan auf ihre Verführungsversuche nicht reagiert und ihr einen Kuss verweigert, rächt sich Salome: Sie tanzt für Herodes den „Tanz der Sieben Schleier“ und fordert dafür den Kopf Jochanaans in einer silbernen Schüssel.
- Erscheinungsdatum
- 1923-02-15
- TMDB
- 6.3 / 10 (39)
- Laufzeit
- 1 Std. 12 Min.
- Genres
- Drama, Fantasy, Horror
- Regie
- Charles Bryant
Besetzung
- Alla Nazimova — Salomé
- Nigel De Brulier — Jokaanan, the Prophet
- Mitchell Lewis — Herod, Tetrarch of Judea
- Rose Dione — Herodias, the Wife of Herod
- Earl Schenck — Narraboth, Captain of the Guard
- Arthur Jasmine — Page of Herodias
- Frederick Peters — Naaman, the Executioner
- Louis Dumar — Tigellinus
Wissenswertes
- Budget: 350.000 $
Salome ist ein US-amerikanisches Historiendrama von Charles Bryant aus dem Jahr 1923. Die amerikanisch-spanische Coproduktion für die Filmgesellschaft Nazimova Productions der Hauptdarstellerin Alla Nazimova in Szene setzte. Vorlage für diesen Stummfilm war die einaktige Tragödie von Oscar Wilde, die 1893 mit Illustrationen von Aubrey Beardsley veröffentlicht worden war. Wie sie löste auch der Film erheblichen moralischen Aufruhr aus.
Hintergrund
„Salome“ ist die Stummfilmversion der Tragödie von Oscar Wilde, deren Drehbuch Natascha Rambowa, die Frau des berühmten Schauspielers Rudolph Valentino, unter dem Pseudonym Peter M. Winters verfasst hat. Sie entwarf auch die opulenten Dekors und die Kostüme. Als Vorlage für die Dekors dienten die Illustrationen von Aubrey Beardsley in der gedruckten Ausgabe des Wilde’schen Stückes.
Die Photographie besorgte Charles van Enger, assistiert von Paul Ivano und dem Standphotographen Arthur F. Rice.
“Salome” hatte am 31. Dezember 1922 in New York Premiére. In die amerikanischen Kinos kam der Film aber erst ab dem 15. Februar 1923. Er lief auch in Frankreich, wo er zuerst am 8. März 1924 in Paris gezeigt wurde. Außerdem kam es zu Aufführungen in Spanien, Portugal, Finnland und sogar in Brasilien und Japan, dort bereits am 16. November 1923.
Angeblich – Kenneth Anger bekräftigte das Gerücht – ließ Nazimova verbreiten, der Film sei als Hommage an Oscar Wilde mit einer aus Bi- und Homosexuellen bestehenden Besetzung produziert worden, und löste damit einen ungeheuren Skandal aus.
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